Textwerkstatt #25

Die Sache mit der Geschlechtertrennung
von Steffi Wolter

Die deutsche Sprache ist nunmal kompliziert. Wo es im Englischen halt “teachers”, “colleagues” oder “friends” heißt, müssen wir unterscheiden, ob die bezeichneten Personen männlich oder weiblich sind. Und was dabei so rauskommt, kennen wir ja:

Liebe Lehrer/-innen, liebe KollegInnen, liebe Freunde und -innen. Alles Kompromisse und nicht wirklich regelkonform.

Ich selbst nehme das für mich persönlich übrigens nicht so genau. Meine ganze Studienzeit habe ich mich als “Student” bezeichnet, weil ich das eher als Statusbezeichnung aufgefasst habe. “Ich bin Student” wie “ich bin katholisch”. Ich finde ja, man ist erst dann wirklich emanzipiert, wenn man sich über so etwas nicht mehr aufregen muss.


Textwerkstatt #24

Die Sache mit dem Gedankenstrich
von Steffi Wolter

Als ich mich mit dem Semikolon beschäftigte, kam mir noch ein weiteres, wirklich aussagekräftiges Satzzeichen in den Sinn: Der Gedankenstrich. Der kann ganz viel: Zwei davon schieben – um Schachtelsätze zu vermeiden und den Gedankenfluss nicht durchzuschneiden – einen Gedanken zwischen eine längere Ausführung. Dabei ist der eingeschobene Satz – gefühlt – “dichter” am Hauptsatz, als wenn er in Klammern stünde. Oder? Weiterhin kann der Gedankenstrich zwei gegensätzliche Aussagen verdeutlichen. Oder kennzeichnen, dass sich vom einen Satzteil zum anderen die Meinung, die Perspektive oder der Gesprächsgegenstand geändert haben.


Textwerkstatt #23

Die Sache mit dem Semikolon
von Steffi Wolter

Wofür ist das Semikolon eigentlich gut? Also laut Wikipedia “stärker als ein Komma, schwächer als ein Punkt”. Kann mit dieser Vorgabe wirklich jemand etwas anfangen? Ich selber verwende das Semikolon, oder: Strichpunkt, ganz gerne; ich finde, es gibt einem Satz oder Satzteil eine andere “Farbe”. Manchmal liest man einen Text ja im Kopf “mit Stimme” mit, da macht es schon einen Unterschied, ob man ein Semikolon liest oder ein Komma.

Beispiel: Ich mag Bücher, sie öffnen eine völlig neue Welt, in die ich verschwinden kann. Oder: Ich mag Bücher; sie öffnen eine völlig neue Welt, in die ich verschwinden kann.


Umsonst!!!

von Björn Eichstädt

Dass es im Netz immer mehr umsonst gibt – das ist ja schon länger bekannt. Nicht nur tolle Applikationen wie Google und Co. Auch Artikel bei Spiegel online und anderen gibt es inzwischen auch im Archiv umsonst. Dass Chris Anderson, Chefredakteur von WIRED und Long-Tail-Erfinder, vor einiger Zeit sein nächstes Buch zum Thema “Free” angekündigt hat, ist fast schon folgerichtig.

Doch was uns wirklich erwartet, das zeigt die neue Ausgabe von WIRED, die dieser Tage in die Agentur flatterte. Der Artikel “Free! Why $0.00 Is the Future of Business” von Anderson zeigt wieder einmal, warum der Amerikaner als Vordenker der Business-Journalisten gilt. Einfach nur großartig. Mal schauen, was die nächsten “Free”-Modelle sein werden, nachdem der Long Tail aus der Wirtschaft ja schon nicht mehr wegzudenken ist…


Post aus Peking

von Gina Hardebeck, derzeit vor Ort

Den Demonstrationen und blutigen Unruhen in Lhasa tritt die chinesische Regierung mit Härte entgegen. Das Militär hat Tibets Hauptstadt lahmgelegt, an anderen Orten gab es neue Proteste. Mit einem “Volkskrieg gegen Separatismus” will Peking die Rebellion der Tibeter gewaltsam unterdrücken.


Im Bett mit den Privaten…

von Björn Eichstädt

Bisschen ruhig ist es gerade hier. Aber ganz ehrlich: Es war CeBIT, bei Storymaker ist sowieso die Hölle los und es hat sich auch kein Leser beklagt. Aber nun gibt es etwas wirklich Neues und da wollte ich dann doch meinen Kommentar abgeben. Der WDR kooperiert mit der WAZ.

Klingt erstmal nicht spektakulär, aber enthält natürlich Sprengstoff. Denn wer schon immer Probleme mit Rundfunkgebühren hatte, der fragt sich jetzt natürlich schon, wie es sein kann, dass Inhalte, die wir gezahlt haben, nun “weiterverkauft” werden. Ich gehe davon aus, dass darüber noch diskutiert werden wird. Vielleicht auch hier? Hat jemand eine Meinung?


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