von Dr. Mona Clerico
Poker ist ein Machtspiel: Nonverbale Kommunikation entscheidet darüber, ob man den Gegner dominiert oder von ihm dominiert wird. Das behauptet Michael Keiner, und er muss es wissen: Als Gewinner der 38. World Series of Poker in Las Vegas und weiterer internationaler Turniere hat er sich über eine Million Dollar erspielt. Mit Storymaker sprach Keiner über den Rollenaufbau mittels Mimik und Habitus und die Frage, was man vom Pokertisch ins Geschäftsleben mitnehmen kann.
von Katrin Kuch
Hat Text als Ausdrucksmittel im Internet ausgedient? Die Anzeichen häufen sich. Längst hat die Entwicklung ernstzunehmende Ausmaße angenommen. Zur Erinnerung ein paar Nachrichten der letzten Wochen und Monate:
Hier im Storyblogger haben wir schon im April die Frage gestellt: Unterschätzen PR-ler und Journalisten den Facebook-Instagram-Deal?
von Björn Eichstädt
Urlaub in einer Weltstadt im Jahr 2015. Das kann in Shanghai sein, New York oder auch Tokio. Die Eindrücke sind gigantisch – die Häuserschluchten fotografiert der Urlauber mit dem iPhone und lädt die Bilder auf Flickr, den “Sound der Großstadt” bannt er via Soundcloud-App auf Tonspur und verteilt das Ergebnis über seine Social Networks – dazu ein kleiner Link via Facebook auf Wikipedia mit dem Hinweis: “Das ist die berühmte Straßenecke an der ich gerade stehe.” Und schließlich noch – nach dem Urlaub – der Zusammenschnitt der Videoschnipsel, die auf dem Smartphone lagern – ab damit auf YouTube und über Twitter an die Follower.
von Dr. Mona Clerico
Interaktive Webreportagen wie das vieldiskutierte Prison Valley von Arte TV verändern zunehmend die Art und Weise, wie wir mit Geschichten umgehen. Wenn klassisches Storytelling durch interaktive Elemente erweitert wird, scheint sich das große Versprechen des Mitmach-Webs zu erfüllen, dass der Nutzer selbst zum Regisseur der rezipierten Inhalte wird. Zugleich verändern sich narrative Strukturen und Konzepte von Autorschaft und Originalität.
Drei Thesen zur Zukunft der Narration im Zeitalter der Interaktion.
von Sandra Lauer
1949 gründet Heinz Heise in Hannover einen Verlag. Das Programm: vier Telefonbücher und ein Adressbuch. Heute umfasst die Heise Medien Gruppe ein breites Spektrum an Print- und elektronischen Medien, darunter Heise Online für alle High-Tech-News, das Innovationsmagazin Technology Review, die IT-Profi-Zeitschrift iX, und Europas meistabonniertes Computermagazin c’t. Die Marken leben von der Qualität und Unabhängigkeit ihrer Berichterstattung. Umso überraschender schien Anfang des Monats die Ankündigung des Verlags, sich zu 51 Prozent am Marktforschungsinstitut techconsult zu beteiligen. Wandelt sich Heise vom Informationsverarbeiter zum -produzenten? Storymaker sprach mit Dr. Alfons Schräder, Geschäftsführer des Heise Zeitschriften Verlags, über die Bedeutung dieses Schritts, die Tücken des Medienmarkts und das „heilige“ Gut Glaubwürdigkeit.
von Heidrun Haug
Wichtigster Absatzmarkt für deutsche Maschinenbauer ist China. Damit geht es den Fertigungsunternehmen ähnlich wie der Automobilindustrie. Doch während die PKW-Bauer teure Luxusmodelle puschen, denken die Maschinenhersteller über Downsizing ihrer Produkte nach. Passt das zum Wandel Chinas vom Billiglohnland zum Hightech-Produzenten?
Im Juni fand in Peking die Maschinenbau-Messe CIMES statt. Viele deutsche Hersteller sind vertreten. Auf der Pressekonferenz gab der Branchenverband bekannt, dass deutsche Unternehmen in 2011 für rund 19 Milliarden Euro Maschinen ins Reich der Mitte exportierten. Mehr als je zuvor. „Eine Erfolgsstory“, sagt VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner. Im gleichen Zeitraum sind die Importe chinesischer Maschinen nach Deutschland um 13 Prozent auf eine Milliarde Euro gestiegen.