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		<title>Messenger überholen Social Networks: Warum es immer im Kleinen anfängt</title>
		<link>http://www.storyblogger.de/2013/04/messenger-uberholen-social-networks-warum-es-immer-im-kleinen-anfangt/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 07:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Björn Eichstädt &#8220;Wir sind größer als Twitter&#8221;, verkündete Jan Koum, CEO von WhatsApp, zuletzt. Das passt zu den Meldungen aus Asien, die inzwischen LINE in Japan und Kakao Talk in Korea vor Facebook sehen. Die Messenger sind auf dem Vormarsch &#8211; und das sollten Unternehmen im Blick behalten. Denn wo hierzulande immer noch geglaubt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Björn Eichstädt</em></p>
<p>&#8220;Wir sind größer als Twitter&#8221;, <a href="http://www.zdnet.de/88151656/whatsapp-ceo-wir-sind-groser-als-twitter/">verkündete Jan Koum, CEO von WhatsApp, zuletzt</a>. Das passt zu den Meldungen aus Asien, die <a href="http://thenextweb.com/asia/2013/03/21/mobile-chat-apps-have-overtaken-twitter-and-facebook-in-japan-and-korea/">inzwischen LINE in Japan und Kakao Talk in Korea vor Facebook sehen</a>. Die Messenger sind auf dem Vormarsch &#8211; und das sollten Unternehmen im Blick behalten. Denn wo hierzulande immer noch geglaubt wird, bei WhatsApp und Co. würde es sich um bessere SMS-Services handeln, ist LINE beispielsweise schon in <a href="http://techcrunch.com/2013/01/18/line-100m-users/">der Welt der Brand Accounts</a> angekommen.</p>
<p><a href="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2013/04/LINEbusiness.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2017" title="LINEbusiness" src="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2013/04/LINEbusiness-300x300.jpg" alt="" width="450" height="450" /></a></p>
<p>Eine echte Bedrohung für Facebook und Co. Doch: Das (noch) größte Social Network der Welt hat bereits reagiert: Die sogenannten <a href="http://www.chip.de/news/Facebook-App-Update-bringt-Chat-Heads-aufs-iPhone_61564420.html">Chat Heads, die mit Facebook Home aufs Smartphone kommen</a>, sind ein Ansatz von Facebook, die Vormacht der Newcomer in der Welt des zwischenmenschlichen Austauschs einzudämmen. Ein weiterer, <a href="http://www.voondo.de/facebook-sticker-und-chat-heads-fur-ios-eingefuhrt-28540.html">sind die schon fast dreist abgekupferten neuen &#8220;Sticker&#8221;, die man sich als Facebook Messenger Chatter runterladen kann</a>. Eine 1:1 Übernahme, die direkt aus LINE zu kommen scheint. Nur sind die Bilder nicht so süß, wie beim japanischen Vorbild.</p>
<p>Warum aber sind LINE, WhatsApp und Co. so erfolgreich? Meiner Meinung nach kommen hier mehrere Faktoren zusammen: Zum eine ist die intime Kommunikation in der kleinen Gruppe noch immer die Urkeimzelle von &#8220;Social&#8221;. Als ich 2007 bei Twitter anfing, nutzte ich das &#8220;spätere Social Network&#8221;, das ja nicht als Broadcasting-Tool anfing, sondern als kleines SMS-Lagerfeuer für Freunde, als Google-Chat-Ersatz für den Austausch mit meiner späteren Frau. Erst langsam kamen andere Menschen hinzu, Gruppenchats entstanden. Ein lustiges kleines Lagerfeuer eben. Irgendwann kam dann &#8220;Social Müdia&#8221;, alles zu viel, Information Overload. Und Smartphones (die zur Zeit des Starts von Twitter, Facebook und Co. keine Rolle spielten). Das Zurück zum intimen Austausch unter neuen Vorzeichen, aber mit größerer Nutzerbasis, war die logische Folge. Sowohl für den &#8220;Normalo&#8221;, als auch für die digitale Avantgarde, die immer hin zum Kleineren flieht (<a href=" http://www.storyblogger.de/2009/03/auf-der-flucht-die-digitale-avantgarde/">wie ich 2009 schon einmal in einem Blogbeitrag beschrieben habe</a>).</p>
<p>Was wir hier also erleben ist nichts anderes als die Facebook und Twitter Revolution auf Laptop / Browser-Basis vor 5 bis 6 Jahren. Nur diesmal geht es um die mobile Plattform. Facebook hat das mit dem aktuellen Facebook Home verstanden, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/s-p-o-n-die-mensch-maschine-a-893289.html">wie Sascha Lobo vor kurzem richtig erkannt</a> hat. Nur sehe ich in Facebook an dieser Stelle nicht denjenigen, der das &#8220;Socialphone&#8221; definiert. Vielmehr reagiert Facebook auf die Konkurrenz, die den Chat-Ordner bereits besetzt. Und hat ein paar gute Ideen, wie es LINE, Kakao oder WhatsApp übertönen kann. Die nächsten Monate werden spannend. Denn die Social Web Landschaft wird sich wieder einmal dramatisch drehen.</p>
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		<title>Ein Tag voller Krisen und Reputationsverluste</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 15:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Freya Zabka Es vergeht kein Tag, an dem eine Information von angeblich ganz besonderer Wichtigkeit von den Medien durch die Öffentlichkeit gejagt wird. Sei es eine Umweltkatastrophe, der Verkauf von Lasagne mit Pferdefleisch oder auch ein Politiker und seine mit Plagiaten gefüllte Dissertation. Schwer war es noch nie eine Person oder ein ganzes Unternehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Freya Zabka</em></p>
<p>Es vergeht kein Tag, an dem eine Information von angeblich ganz besonderer Wichtigkeit von den Medien durch die Öffentlichkeit gejagt wird. Sei es eine Umweltkatastrophe, der Verkauf von Lasagne mit Pferdefleisch oder auch ein Politiker und seine mit Plagiaten gefüllte Dissertation. Schwer war es noch nie eine Person oder ein ganzes Unternehmen an den öffentlichen Pranger zu stellen, leichter ist es jedoch in den letzten Jahren des digitalen Zeitalters geworden. Waren früher noch hauptsächlich Journalisten für einen medialen Skandal verantwortlich, so kann heute jeder mit einem Internetanschluss und Vernetzung durch soziale Netzwerke, eine Person oder ganze Unternehmen in eine Krise treiben.</p>
<p>Am 20. März fand an unserem Agenturstandort Tübingen der 17. <a href="http://www.krisenkommunikationsgipfel.de/">Krisenkommunikationsgipfel</a> statt, bei dem zahlreiche Sprecher aus Deutschland ihre Erfahrungen mit dem Krisenmanagement teilten.</p>
<p>„Lebensmittel sind qualitativ hochwertiger denn je: die Angst vor giftigen Lebensmitteln steigt jedoch stetig“, so Dr. Gaby-Fleur Böl, Abteilungsleiterin Risikokommunikation des <a href="http://www.bfr.bund.de/de/start.html">Bundesinstituts für Risikobewertung</a>. Mehrmals jährlich bricht in Deutschland auf Grund eines Produktes Panik aus. Sei es weil alkoholfreies Bier in Wirklichkeit gar nicht gänzlich alkoholfrei ist und damit schwangere Frauen gefährdet, oder ein Produkt anscheinend giftige Zutaten enthält. Ein Grund dafür ist, dass Medien wissenschaftliche Unsicherheiten eher wenig differenziert an die Öffentlichkeit kommunizieren, sondern vorläufige Ergebnisse zu scheinbar sicheren Ergebnissen verwandeln und diese auch an die breite Masse weitergeben. Wenn also der Verdacht besteht, dass die spanischen Gurken mit der gefährlichen Mikrobe „EHEC“ befallen sind, dann ist dies in den Medien eine Tatsache: „Die spanischen Gurken sind Schuld!“. Kein Wunder, dass ein erdbebenartiger Skandal darauf folgt. Bei einer Befragung, ob die Verwendung von Dihydrogenmonoxid in der EU verboten oder reglementiert werden solle, antworteten 3/4 der Befragten mit „ja“ <a href="http://www.dguv.de/ifa/de/vera/2011/2011_saet_gefahrstoffe/03_boel.pdf">http://www.dguv.de/ifa/de/vera/2011/2011_saet_gefahrstoffe/03_boel.pdf</a>. Dabei handelt es sich lediglich um H20=Wasser. Dies zeigt, dass eine Großzahl der Menschen viele Fragen und Informationen, die ihnen tagtäglich kommuniziert werden schlicht weg nicht hinterfragen und stillschweigend dem Strom folgen. In einer solchen Situation gilt in den meisten Fällen: Verbraucher gegen Unternehmen. Klar ist jedoch: Transparenz, Partizipation, Proaktivität schaffen Vertrauen in Entscheidungsträger, was dann wiederum Krisen verhindern oder mindern kann.</p>
<p>Seit 2012 bietet die Allianz eine  <a href="http://www.allianz.com/de/presse/news/unternehmen/standpunkte/news_2012-11-29.html">Versicherung für Reputationsschäden</a> an. Sie kommt also für die entstehenden Kosten der Krisenkommunikationsmaßnahmen auf. Allein das Krisenmanagement kann ein Unternehmen ein Vermögen kosten.<br />
Es gelten drei Phasen der Krisenkommunikation, die stets beachtet werden müssen: Krisenprävention und die Zeit während und nach der Krise. Wenn ein Unternehmen seine negative Präsenz in der Öffentlichkeit besiegt hat, beginnt erst die tatsächliche Arbeit: der Reputationswiederaufbau.</p>
<p>Auf dem Krisenkommunikationsgipfel waren Sprecher aus den unterschiedlichsten Branchen vor Ort: von Dr. Joachim Bock, Pressesprecher und Vorsitzender Richter am Landgericht Mannheim, über Annegret Schlabe von Wintershall, die über die Krisensituation während der Unruhen in Libyen referierte, bis hin zu Martin Heidingsfelder, Gründer von <a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home">VroniPlag Wiki</a>.<br />
Es war interessant zu beobachten, dass alle Unternehmen mit sehr ähnlichen Abläufen an die Krisen herantreten und für die Bewältigung eine sehr enge Zusammenarbeit mit interner- und externer Kommunikation anstreben. Das hat Wintershall, der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent während der Libyen-Unruhen bewiesen. Der Konzern arbeitete eng mit allen Mitarbeitern zusammen und konnte damit den unabdingbaren Zusammenhalt in einer Krise erreichen. Auch Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Problem des alkoholfreien Bieres, das trotzdem bis zu 0,5 % vol. Alkohol enthalten kann. Dies trifft auf alle alkoholfreien Biere der unzähligen Brauereien Deutschlands zu. Medien pickten sich jedoch nur wenige, sehr bekannte Brauereien heraus und brachten diese mit dem Problem in Zusammenhang. Hahn forderte hier ein Produktdummy und arbeitet eng mit Wissenschaftlern und Gynäkologen zusammen, um die Öffentlichkeit zu beruhigen: „Die Weinverordnung legt fest, dass Weine mit einer Alkoholgehalt unter 0,5% als alkoholfrei gelten. Auch Herr Hahn war es wichtig, das Vertrauen der Kunden nicht zu verlieren und deren Sorgen ernst zu nehmen.</p>
<p>Der Krisenkommunikationsgipfel war ein sehr intensiver und interessanter Tag mit verschiedenen und doch so ähnlichen Fallbeispielen aus der Krisenkommunikation. Was wir daraus lernen ist, dass es jedes Unternehmen einmal erwischt. Die Devise lautet: Vertrauen und Transparenz schaffen.</p>
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		<title>Wenig EINblicke, stattdessen ein runder ÜBERblick</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2013 09:07:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Gina Hardebeck „Wenn von unten Druck kommt, wird die Luft oben dünn.“ Gemeint ist die Situation des deutschen Maschinenbaus in China. „Chinesische Unternehmen werden in einigen Jahren verstärkt aus dem mittleren Marktsegment in den Hightech-Bereich vordringen“, so Corinne Abele vergangene Woche auf dem 3. Deutschen Weltmarktführerkongress in Schwäbisch Hall, der Chancen und Risiken in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Gina Hardebeck</em></p>
<p>„Wenn von unten Druck kommt, wird die Luft oben dünn.“ Gemeint ist die Situation des deutschen Maschinenbaus in China. „Chinesische Unternehmen werden in einigen Jahren verstärkt aus dem mittleren Marktsegment in den Hightech-Bereich vordringen“, so Corinne Abele vergangene Woche auf dem <a href="http://www.weltmarktfuehrer-kongress.de/">3. Deutschen Weltmarktführerkongress</a> in Schwäbisch Hall, der Chancen und Risiken in China unter die Lupe nahm. Verharren im oberen Segment allein sei keine Lösung. Stattdessen möge man die Erweiterung des vertikalen Produktsegments in Erwägung ziehen, so die Asien-Pazifik Referentin von Germany Trade &#038; Invest. Sprich, Allianzen mit chinesischen Firmen eingehen, um sich ein Stück des Kuchens im mittleren Segment zu sichern. </p>
<p>„Wer sich als Weltmarktführer behaupten will, muss sich mit China auseinandersetzen“, so Abele. Dies treffe vor allem auf den Maschinenbau, aber in zunehmendem Maße auch auf andere Branchen zu. Unabhängig von Branche und Marktpositionierung gilt es, sich einen Namen zu machen, um das Vertrauen von Partnern, Kunden und, in China besonders wichtig, Mitarbeitern zu gewinnen. „Mittelständler müssen lernen, eine Arbeitgebermarke aufzubauen, um künftig gut ausgebildete Fachkräfte gewinnen zu können“, erläuterte Testo-CEO Professor Burkart Knospe, anhand praktischer Beispiele aus Deutschland.</p>
<p>Nach Abkühlung im vergangenen Jahr ist die chinesische Wirtschaft erneut im Aufwärtstrend. Ob die Erholung nachhaltig ist, wird sich zeigen. Doch Fakt ist: Schon heute zählt die Forbes Liste der 500 größten Unternehmen 73 Firmen aus dem Reich der Mitte. Knapp die Hälfte der Unternehmen, die im Jahr 2011 neu in die Riege der Top-500 hinzustießen, stammt aus China. Und nicht nur mit dem Titel des Exportweltmeisters darf sich das Land schmücken, auch bei den Patentanmeldungen liegt China mit weitem Abstand vorne. Tricky dabei: Die Datenbank der chinesischen Patente wird nur auf Chinesisch geführt.</p>
<p>All dies ist nicht neu. Chancen und Risiken sind dem Mittelstand weitgehend bekannt. Wie man Letztere umschifft und Potenziale nutzt, davon wusste Martin Herrenknecht, unternehmerisches Urgestein, der sich erfolgreich vom Ein-Mann-Betrieb zum Weltmarktführer bohrte, anhand von kernigen Schoten zu berichten. Herrenknecht, Jungheinrich, Würth, diese Firmen haben die China-Karte erfolgreich gespielt. Selbst der Gastgeber der Veranstaltung, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, prägt derzeit ein neues Wort in China: „bausparen“. Auf Deutsch wohl gemerkt. So geht nach Wunderkind und Wirtschaftswunder vielleicht bald das deutsche „Bausparen“ in den weltweiten Sprachgebrauch ein. </p>
<p>Viel wurde unter den Weltmarktführern und denen, die es werden möchten, über China gesprochen. Über, aber nicht mit. Kein chinesischer Referent kürte die Veranstaltung, keine chinesischer Teilnehmer befand sich im Publikum. Was wäre es spannend gewesen, in der Chinadiskussion einen Schritt weiterzukommen, ein paar Ws zu thematisieren. Was sind das für Unternehmen, die neuerdings die Forbes-Liste erobern? Wie werden die Unternehmen geführt, wie ist ihre Expansionsstrategie, welcher kluge Kopf steckt dahinter? Wer entwickelt sich im Schatten des staatlichen Maschinenbau-Giganten <a href="http://www.smtclchina.com/">Shenyang Machine Tools </a> zu den chinesischen Hidden Champions der Maschinenbaubranche? Wohl kennen wir aus bekannten Gründen alle <a href="http://www.sanygroup.com/group/de-de/">Sany </a>, doch wer kennt schon <a href="http://en.zoomlion.com/english/index.html">Zoomlion </a>? Die Nummer Sieben der weltgrößten Baumaschinenhersteller, direkt nach Sany. Mehr aus China als über China hätte die Veranstaltung belebt.  </p>
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		<title>„Ich bin ein Journalist“</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2012 11:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Bo Zhang Eindrücke nach einer Woche Begleitung chinesischer Journalisten in Deutschland Kontakte und Taxi-Geld – das waren die Erfolgsfaktoren für einen chinesischen Journalisten. Zumindest habe ich es vor rund 10 Jahren so gelernt. Heute scheinen andere Maßstäbe zu gelten. „Ich liebe diesen Beruf und bin fest davon überzeugt, dass Pressefreiheit in China nicht zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Bo Zhang</em></p>
<p>Eindrücke nach einer Woche Begleitung chinesischer Journalisten in Deutschland</p>
<p>Kontakte und Taxi-Geld – das waren die Erfolgsfaktoren für einen  chinesischen Journalisten. Zumindest habe ich es vor rund 10 Jahren so  gelernt. Heute scheinen andere Maßstäbe zu gelten. „Ich liebe diesen  Beruf und bin fest davon überzeugt, dass Pressefreiheit in China nicht  zu stoppen ist“, sagt Zhang, Senior-Journalist bei einer der  bekanntesten chinesischen Wirtschaftszeitungen. Gemeinsam mit 9 Kollegen  besuchte er schwäbische Mittelständler und die  EuroBLECH – eine der  wichtigsten Fachmessen für Metallverarbeitung – organisiert von  Storymaker.</p>
<p><a href="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/11/Bo_journalistenreise.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1946" title="Bo_journalistenreise" src="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/11/Bo_journalistenreise-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Sieben Tage quer durch Deutschland: Die Reise war anstrengend, aber auch sehr informativ. Abends haben die Journalisten sich untereinander viel ausgetauscht. Ein heißes Thema war immer die Zukunft der chinesischen Presse.</p>
<p>Wie praktiziert man in China eine kritische Berichterstattung?  Yin, Journalist von der Wirtschaftszeitung „21th Century Business Herald“ erzählte: Er hat während dem Ölskandal in Dalian 2010 über 20 kritische Berichte über die chinesischen staatlichen Öl-Konzerne geschrieben. „Die chinesischen Öl-Konzerne mögen mich ganz und gar nicht und werden mich auch niemals mehr zu Pressekonferenzen einladen. Aber ich bleibe dabei, dass ich selbst recherchiere. Dafür vertrauen mir  meine Leser.&#8221; Vertrauen und Anerkennung des Lesers sind die größten Schätze, die man statt Geld gefunden hat. Yin hat erlebt, dass die Wahrheit für Journalisten anstrengend sein kann und Standfestigkeit erfordert: „Einmal hat ein Pressesprecher mir wegen meiner Berichte über 100 Nachrichten geschrieben und wollte sogar eine große Summe auf meine Konto überweisen. Aber das Vertrauen des Lesers ist viel wichtiger. Am Ende hat er seinen Job gekündigt.“ Jetzt würde mich noch interessieren, ob die Firma auch etwas für die Krisenkommunikation daraus gelernt hat.</p>
<p>Durch die Privatisierung der Zeitungen und Zeitschriften sind viele chinesische Medien marktorientierter und mutiger geworden. Um mehr Leser zu gewinnen, müssen sie ständig kreativ und auch kritischer sein.<br />
Der 18. Parteitag der KP fand am 08. November 2012 statt. Die Anzahl der Mitglieder des Zentralkomitees  soll von neun auf sieben reduziert werden. Eine der zwei abgeschafften Mitglied-Stellen ist höchstwahrscheinlich der Zuständige für die Presse. Das wäre ein Meilenstein für die Entwicklung der chinesischen Presse. Wer weiß, vielleicht gibt es bald einen Presseaufschwung in China, so ähnlich wie in der Wirtschaft der letzten 20 Jahre.</p>
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		<title>Zehn chinesische Professoren und ein Schumann-Lied</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 16:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Bo Zhang Als der Bus um 15.30 Uhr Richtung Flughafen wegfuhr, habe ich durchgeatmet. Als junger PR-Mitarbeiter war ich schon etwas aufgeregt, ob alles glatt laufen würde: Zehn chinesische Professoren für Journalismus und Kommunikationswissenschaften kamen zum ersten Mal auf Einladung von Storymaker nach Deutschland. Es ist das Ergebnis vieler Gespräche, die zwischen der Storymaker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Bo Zhang</em><strong> </strong></p>
<p>Als der Bus um 15.30 Uhr Richtung Flughafen wegfuhr, habe ich durchgeatmet. Als junger PR-Mitarbeiter war ich schon etwas aufgeregt, ob alles glatt laufen würde: Zehn chinesische Professoren für Journalismus und Kommunikationswissenschaften kamen zum ersten Mal auf Einladung von Storymaker nach Deutschland. Es ist das Ergebnis vieler Gespräche, die zwischen der Storymaker Geschäftsführerin Heidrun Haug mit dem Präsidenten des chinesischen PR-Verbandes stattfanden. Chinesische Delegationen in Deutschland hatte ich als Student schon viele betreut, aber dieser Besuch hat Pioniercharakter.</p>
<p><a href="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_5555_2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1919" title="IMG_5555_2" src="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/10/IMG_5555_2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Die Entwicklung von Public Relations in China ist stark aus den USA geprägt. Kein geringerer als Daniel J. Edelmann stand Pate für CIPRA, die <a href="http://www.cpra.org.cn/">China International Public Relations Association</a>. Tu Guangjin, Leiterin der Delegation und Professorin an der Volksuniversität in Peking, bestätigt bei ihrem Vortrag in Tübingen: „Die PR-Studiengänge pflegen sehr intensive Kontakte zu US-amerikanischen Kollegen. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China spiegeln sich bislang in der Kommunikationswissenschaft nicht wieder. Das wollen wir gerne gemeinsam mit Storymaker verändern.“</p>
<p>So stand dann auch als erstes ein Austausch mit der <a href="http://www.dprg.de/">DPRG</a> (Deutsche Gesellschaft für Public Relations) in Berlin auf dem Programm. Die Delegation wurde von Vizepräsidentin Dorothee Hutter begrüßt. Im ersten Schritt ging es um ein Kennenlernen. „Drei festangestellte Mitarbeiter hat die DPRG“, so eine Professorin verwundert. „Oder meinen Sie 30?“ Nein, kein Übersetzungsfehler. Während beim chinesischen Pendant der DPRG zahlreiche Festangestellte arbeiten, fußt die Arbeit der DPRG auf dem Engagement vieler freiwilliger Kommunikationsexperten. Inhaltlich sind die Unterschiede weit geringer: Beide Organisationen bieten Beratung und Weiterbildungen im Kommunikationsbereich an.</p>
<p>Am Montag war die Delegation zu Gast bei unserer Agentur in Tübingen. Da ging es in medias res: welche Rolle spielt PR, wie ist das Verhältnis zu Journalisten, welche Trends  etwa mit Social Media gibt es? Eine Gemeinsamkeit fiel sofort ins Auge: „Man sieht: Kommunikation ist weiblich“, sagt Heidrun Haug zur Begrüßung. Von den zehn Professoren waren acht Frauen. Professionelle Kommunikationsarbeit steckt in China noch in den Kinderschuhen, erfreut sich aber einer steigenden Nachfrage. Wollten früher die Studenten vor allem einen guten Journalistenjob haben, entscheiden sie sich heute öfters für eine Stelle in der PR. Insgesamt wächst die Anzahl der Studenten. In Peking zum Beispiel hat der Studiengang mehr als 1.000 Studenten. „Die deutsche Kommunikationsarbeit ist anders, sie ist strukturierter und faktenbasierter. Dies steigert die Glaubwürdigkeit. Und das sind genau die Eigenschaften, die chinesische PR-Fachleuten dringend brauchen“, so Prof. Tu Guangjin.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Am nächsten Tag ging es zu Robert Bosch, wo sie von Prof. Uta-Micaela Dürig, Senior Vice President Corporate Communications, einen Einblick in die PR-Arbeit einer deutschen Weltmarke erhielten. Anschließend informierte die Bosch-Stiftung über die internationalen Projekte und speziell die <a href="http://www.medienbotschafter.com/">Medienprogramme</a> mit China.</p>
<p>Beim Abschied fiel man sich in die Arme. Die Professoren, die aus verschiedenen Hochschulen in ganz China kamen, sprachen Einladungen aus. „Kommunikation ist die Brücke zwischen unseren Kulturen“, resümierte Haug. „Wer wenn nicht wir PR-Experten hat die Verantwortung, für mehr Information und ein besseres Verständnis zu sorgen.“ Ein persönliches Kennenlernen ist die beste Basis für eine Zusammenarbeit. Vor allem, weil es nur so zu überraschenden Erlebnissen kommt: Professorin Hou, die schon die ganze Zeit ein Wörterbuch mit sich trug und immer wieder ein wenig Deutsch praktizierte, sang plötzlich Lieder von Robert Schumann und Johannes Brahms. Das war nicht geplant, dafür aber umso schöner.</p>
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		<title>Infografik statt Pressemitteilung</title>
		<link>http://www.storyblogger.de/2012/10/infografik-pressemitteilung/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Oct 2012 11:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Katrin Kuch Seit Menschen anfingen, in Höhlenwände oder Baumstämme zu ritzen gibt es sie: die Infografik. Sie verdichtet eine Fülle an Daten und macht komplexe Sachverhalte im Idealfall auf einen Blick erfassbar. Diese Eigenschaften sind der Grund für ihr großes Revival in den letzten Jahren. Die Menge an Information ist immens gestiegen, gleichzeitig ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Katrin Kuch</em></p>
<p>Seit Menschen anfingen, in Höhlenwände oder Baumstämme zu ritzen gibt es sie: die Infografik. Sie verdichtet eine Fülle an Daten und macht komplexe Sachverhalte im Idealfall auf einen Blick erfassbar. Diese Eigenschaften sind der Grund für ihr großes Revival in den letzten Jahren. Die Menge an Information ist immens gestiegen, gleichzeitig ist die Zeit, die wir zur Rezeption verwenden, gesunken. Wie gut, dass die Infografik  hilft, mehr in kürzerer Zeit aufzunehmen. Das verschafft ihr auch ihre Beliebtheit im Social Web: Schnell verstanden, schnell geliket, schnell geteilt.</p>
<div id="attachment_1902" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/10/funny-Infographic-600x720.jpg"><img class="size-medium wp-image-1902 " title="Infografik über Infografiken via http://www.thinkbrilliant.com/" src="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/10/funny-Infographic-600x720-250x300.jpg" alt="" width="250" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Infografik über Infografiken </p></div>
<p>Ihre Formen sind vielfältig. Sie reichen von einfachen Kuchen- oder Balkendiagrammen bis hin zu interaktiven Stories, die durch Klicken oder Scrollen eine Dramaturgie bekommen und viele Aspekte eines Themas erschließen.</p>
<p><strong>Doch was macht eine gute Infografik aus?</strong></p>
<ul>
<li>Wahrhaftig sein: Eine Infografik, 	die den Namen verdient, muss auf repräsentativen Daten beruhen und 	diese nicht verzerren oder in falsche Zusammenhänge setzen. Zum Beispiel keine unterschiedlichen Studien vermengen.</li>
<li>Nicht Grafik um der Grafik willen: 	Am Anfang sollte man nicht nur überlegen „Hat das Thema das Zeug 	zur Verbreitung via Social Media?“, sondern auch kritisch fragen 	„Ist der Stoff für eine Infografik geeignet?“.  Häufig werden 	mittlerweile „Info“-grafiken zu Trendthemen erstellt, um mit dem 	Versprechen „Alles Wissenswerte auf einen Blick zu &#8230;“ Klicks 	zu erzeugen. Hier eines von viel zu vielen <a href="http://mashable.com/2012/09/04/gangnam-style-infographic/">Negativ-Beispielen</a>. Ziel 	sollte ein Erkenntnisgewinn beim Betrachter sein.</li>
<li>Klare Gestaltung. Sonst kann die 	Grafik ihren Sinn – schneller Zugang zu komplexer Information &#8211;  	nicht erfüllen und der Betrachter ist nicht schlauer, als wenn er 	seitenweise Text zum Thema gelesen hätte. (Ok., es gibt eine 	Ausnahme: die Grafik soll die Komplexität von Dingen 	veranschaulichen, z.B. die Produktbezeichnungslinien in der 	Staubsaugerbeutelindustrie, die erst noch erstellt werden muss. Unfreiwilliges Beispiel: die<a href="http://www.nytimes.com/2010/04/27/world/27powerpoint.html?_r=2&amp;"> US-Militärstrategie</a>)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gute Beispiele:</p>
<p>Schöne Interaktive <a href=" http://www.angelamorelli.com/water/">Infografik über die Menge an Wasser</a>, die wir täglich verbrauchen</p>
<p>Die<a href="http://mynokiablog.com/wp-content/uploads/2012/06/NOKIA-EVOLUTION.jpg"> Entwicklung von Nokia Phones </a>von 1984 bis in die Zukunft</p>
<p>Fakten und Nachrichten ironisch aufgegriffen und visuell sehr schlicht gehalten beim <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36825">Süddeutsche Zeitung Magazin </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt mittlerweile <a href="http://walyou.com/most-useful-infographic-tools/ ">eine Menge Tools</a>, die das Erstellen von Infografiken erleichtern oder gar abnehmen. Man gibt ein paar Daten ein und – platsch! – da kommt die Visualisierung. Das kann in manchen Fällen recht praktisch sein.</p>
<p><strong>Wie kann man Infografiken in der Unternehmenskommunikation einsetzen?</strong></p>
<p>Als Illustration von Fachartikeln waren Infografiken schon immer in Redaktionen gern gesehen. Sofern die Gestaltung neutral ist, kann die Redaktion das Schaubild einfach übernehmen, oder vom hauseigenen Grafiker ins Redaktionsdesign setzen lassen.</p>
<p>Für die eigenen Unternehmenskanäle im Social Web – Corparate Blog, Facebook-Seite, Twitter, Pinterest, Instagram &#8211; können Infografiken über die Communities ihre Geschichte verbreiten.</p>
<p>Wie zum Beispiel die von David gegen Goliath (in diesem Fall <a href="http://cdn.conversations.nokia.com.s3.amazonaws.com/wp-content/uploads/2012/09/Maps-apps-benchmark.jpeg">Nokia gegen Apple</a>)</p>
<p>Oder hier von Citrix über <a href="http://dailyinfographic.com/a-storm-of-confusion-what-people-really-think-about-cloud-computing-infographic">die Wolken des Cloud Computing</a></p>
<p>Oder die <a href=" http://dailyinfographic.com/ten-danger-zones-for-the-mobile-phone-infographic">gefährlichsten Ecken für Mobiltelefone</a></p>
<p>Ich bin der Überzeugung, dass Unternehmen mit einer guten Infografik, die ein Thema aufgreift, das Menschen bewegt, mehr Aufmerksamkeit erzeugen können, als mit einer Pressemitteilung. Nicht alle Themen sind dafür geeignet. Doch diese und viele weitere Beispiele zeigen, dass Infografiken sich zu einem Kommunikationsmittel entwickelt haben, die kein PR-ler ignorieren darf.</p>
<p>Und zum Schluss noch eine Klickempfehlung: Nützliche und vor allem unnütze <a href="http://savedelete.com/top-13-infographics-that-mock-infographics.html#.UG67fE1mJLc">Infografiken über Infografiken</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kommunizieren, um zu überleben</title>
		<link>http://www.storyblogger.de/2012/09/kommunizieren-um-zu-uberleben/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2012 08:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dr. Mona Clerico Poker ist ein Machtspiel: Nonverbale Kommunikation entscheidet darüber, ob man den Gegner dominiert oder von ihm dominiert wird. Das behauptet Michael Keiner, und er muss es wissen: Als Gewinner der 38. World Series of Poker in Las Vegas und weiterer internationaler Turniere hat er sich über eine Million Dollar erspielt. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Dr. Mona Clerico</em></p>
<p>Poker ist ein Machtspiel: Nonverbale Kommunikation entscheidet darüber, ob man den Gegner dominiert oder von ihm dominiert wird. Das behauptet Michael Keiner, und er muss es wissen: Als Gewinner der 38. <em>World Series of Poker</em> in Las Vegas und weiterer internationaler Turniere hat er sich über eine Million Dollar erspielt. Mit Storymaker sprach Keiner über den Rollenaufbau mittels Mimik und Habitus und die Frage, was man vom Pokertisch ins Geschäftsleben mitnehmen kann.<strong> </strong></p>
<div id="attachment_1875" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/09/MG_2037comp-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1875" title="_MG_2037comp (2)" src="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/09/MG_2037comp-2-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bluff oder Wahrheit? Pokerprofi Michael Keiner kann ziemlich genau vorhersagen, wie der Gegner seinen Ausdruck einschätzen wird.</p></div>
<p><strong>Herr Keiner, wie erlangt man das perfekte Pokerface?</strong></p>
<p>Das Pokerface ist ein Klischee. Was darunter zu verstehen ist, ist in Wahrheit sehr subjektiv und situationsabhängig. Eine Pokerpartie ist eine Art Theaterstück, das sich aus den fortlaufenden Improvisationen aller Mitspieler zusammensetzt. Das Schlimmste dabei ist, wenn man in Stereotype verfällt, denn diese sind leicht zu durchschauen. Ein Gegner von mir schüttelte immer den Kopf, wenn er eine starke Hand hatte, um den anderen weis zu machen, er habe schlechte Karten. Irgendwann wusste jeder: Wenn er den Kopf schüttelt, hat er gute Karten. Ein anderes Stereotyp, in das junge attraktive Frauen gern verfallen, ist das Flirten mit dem Gegner. Sie halten den Kopf schief und lächeln, um ihre männlichen Mitspieler vom Spiel abzulenken und von der eigenen Harmlosigkeit zu überzeugen. Da der Trick allzu häufig eingesetzt wird, funktioniert er aber nicht mehr.</p>
<p><strong>Wie macht man es richtig?</strong></p>
<p>Man muss sich laufend neue Rollen zulegen und sofort wechseln, wenn sich die Spielsituation ändert. Mit einer starken Hand mal offensiv, mal demütig und mal abgelenkt zu wirken ist am aussichtsreichsten. Bei der Entscheidung für eine Rolle sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass Ihr Gegenüber Ihr Auftreten permanent auf kleinste Zeichen von Unlogik oder Verletzung des Kausalitätsprinzips hin überprüft. Selbst wenn ihm Fehler nicht unmittelbar auffallen, reagiert sein Unterbewusstsein sehr sensibel auf logische Brüche. Es gibt einen kleinen Trick, um Widersprüche zu vermeiden: Wenn Sie einen Bluffversuch starten, sollten Sie sich vorstellen, genau die starke Hand zu halten, die Sie damit auch vortäuschen wollen. Genauso kann es für einen Sieg hilfreich sein, sich den Sieg sehr lebendig und mit allen Sinnen so auszumalen, wie Sie ihn sich wünschen. Sie müssen also nicht nur Ihre Gegner, sondern auch sich selbst manipulieren.</p>
<p><strong>Es geht beim Poker also immer um Manipulation? Ist das denn nicht moralisch bedenklich?</strong></p>
<p>Unterbewusste Manipulationen sind die Grundlage fast aller zwischenmenschlichen Interaktionen, etwa auch im Geschäftsleben. In jedem geschäftlichen Bereich gibt es Nachteile, auch wenn die Vorteile überwiegen. Man braucht also auch im Geschäftsleben ein gewisses Schauspiel-Talent, um nur das Positive an den Kunden weiterzugeben. Dabei ist es hilfreich, sich selbst disziplinieren und mental steuern zu können. Manipulation ist so lange erlaubt und moralisch richtig, wie sie sich innerhalb der jeweiligen Spielregeln bewegt. Am Pokertisch gibt es, ähnlich wie im Geschäftsleben, ein festes Regelsystem. Es ist wichtig, die Regeln zu kennen und zudem einen klaren Trennstrich zu anderen sozialen Bereichen wie etwa dem Freundeskreis zu ziehen.</p>
<p><strong>Das Pokerspiel ist also eine Schablone für Interaktionen im Geschäftsleben?</strong></p>
<p>Speziell für gruppendynamische Prozesse. Poker ist ein Machtspiel. Ziel ist, die anderen zu überleben. Am Pokertisch nehmen Sie entweder die dominierende oder die dominierte Rolle ein. Wenn Sie dominieren, können Sie aktiv agieren und die anderen zu einer Reaktion zwingen. Diese Position ist erfolgversprechender, da Sie den Verlauf des Spiels so zu Ihren Gunsten steuern können. Das ist auch der Grund, warum Poker so stark männlich dominiert ist: Männer sind genetisch disponiert zu dominieren. Die wenigen Frauen, die im Poker führend sind, treten in der Regel sehr resolut auf – und das wird ihnen ja auch von Karriereratgebern für Ihr Auftreten im Berufsleben empfohlen. Sehr emotionale Menschen haben mit dem Machtgedanken manchmal Probleme. Poker kann helfen, mehr Übung in Machtspielen zu erlangen und nützliche Verhaltensrituale zu erlernen.</p>
<p><strong>Gut, das Grundprinzip ist klar. Aber zurück zur Ausgangsfrage: Gibt es denn jenseits aller Klischees und Stereotype ein paar konkrete nonverbale Signale, mit denen man sich die Dominanz sichern kann?</strong></p>
<p>Ein paar Tricks gibt es natürlich schon. Sie sollten sich Ihren Platz in der Gruppe zielstrebig suchen und aufrecht, aber entspannt Platz nehmen. Die Sitzposition von Zeit zu Zeit ändern und sich dabei immer den anderen zuwenden. Wichtig ist, wie man zu bestimmten Gegnern sitzt: Wer Ihnen gegenüber sitzt, wird Sie eher als Konkurrenz wahrnehmen und umgekehrt, während seitlich zueinander platzierte Nachbarn sich defensiver begegnen. Das liegt daran, dass diejenigen, die neben Ihnen sitzen, Ihre Privatsphäre verletzen. Weiterhin sollten Sie Ihren Gegner mit offenem Blick ansehen und den Blickkontakt halten, um Stärke zu demonstrieren. Üben Sie diese Verhaltensweisen in verschiedenen Gruppensituationen, denn Routine ist entscheidend: Wenn Sie eine bestimmte Situation mehrere Male erlebt haben, schwächen sich auch physiologische Reaktionen wie Rotwerden oder Zittern ab, die Ihren Gegnern Ihre Unsicherheit verraten können.</p>
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		<title>Das Ende der Sprache im Social Web</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 09:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Katrin Kuch Hat Text als Ausdrucksmittel im Internet ausgedient? Die Anzeichen häufen sich. Längst hat die Entwicklung ernstzunehmende Ausmaße angenommen. Zur Erinnerung ein paar Nachrichten der letzten Wochen und Monate: Facebook übernimmt die Bilder-Community Instagram für 1 Mrd. Dollar Instagram steigert Besucherzahl um 78 Prozent im April (USA) Die Bilder-Pinnwand Pinterest, die zeitweise am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Katrin Kuch</em></p>
<p>Hat Text als Ausdrucksmittel im Internet ausgedient? Die Anzeichen häufen sich. Längst hat die Entwicklung ernstzunehmende Ausmaße angenommen. Zur Erinnerung ein paar Nachrichten der letzten Wochen und Monate:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/facebook-kauft-mit-foto-app-instagram-einen-moeglichen-rivalen-a-826468.html">Facebook übernimmt die Bilder-Community Instagram</a> für 1 Mrd. Dollar</li>
<li>Instagram steigert Besucherzahl um <a href="http://venturebeat.com/2012/05/25/instagram-uniques-april/">78 Prozent</a> im April (USA)</li>
<li>Die Bilder-Pinnwand <a href="http://www.storyblogger.de/2012/02/pinterest-die-pinwand-im-web/">Pinterest</a>, die zeitweise <a href="http://techcrunch.com/2012/02/07/pinterest-monthly-uniques/">am schnellsten wachsende Plattform aller Zeiten</a>, wird <a href="http://www.focus.de/digital/internet/netzoekonomie-blog/social-media-pinterest-waechst-langsamer_aid_755904.html">mit 1,5 Mrd. Dollar bewertet</a></li>
<li>Google+ gibt bekannt, die „<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2012/05/23/google-plus-neue-mission-flickr-photoshop-und-instagram-in-einem/">Antwort auf Flickr und Photoshop</a>“ werden zu wollen</li>
<li>Facebook launcht eine <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebooks-camera-app-kommt-fuer-das-iphone-a-834913.html">Kamera-App</a></li>
</ul>
<p>Hier im Storyblogger haben wir schon im April die Frage gestellt: <a href="http://www.storyblogger.de/2012/04/auf-dem-visuellen-auge-blind-wieso-prler-und-journalisten-den-facebook-instagram-deal-unterschatzen/">Unterschätzen PR-ler und Journalisten den Facebook-Instagram-Deal? </a></p>
<p>Die Faszination an Bildern ist groß. Sie sprechen unmittelbar unsere Empfindungen an, brennen sich manchmal regelrecht in unsere Wahrnehmung ein. Sie haben das Zeug, zu begeistern, einen zum Lachen oder Weinen zu bringen und zu empören. Gleichzeitig sind sie universell und international verständlich. Bilder sind gegenüber Text, Video und Links der Content,<a href="http://9.mshcdn.com/wp-content/uploads/2012/06/FacebookInfographic3.jpg"> der am meisten gefällt und geteilt wird</a>.</p>
<p>Was bedeutet der Boom der Bildkommunikation im Web für Unternehmen und die sie beratenden PR-Leute? Fest steht: Die Kunst der visuellen Inszenierung will gelernt sein. Unternehmen müssen sich überlegen, welche Bildsprache sie sprechen wollen. Das bildliche Vokabular sollte definiert werden: Kernmotive, Farbsymbolik, Darstellungsweisen, wiederkehrende Bildelemente. Ein schönes Beispiel ist das britische Modelabel Burberry, das <a href="http://web.stagram.com/n/burberry/">mit hundertausenden Fans rein bildlich auf Instagram</a> kommuniziert.</p>
<div id="attachment_1778" class="wp-caption aligncenter" style="width: 267px"><a href="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/06/burberry2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1778    " title="Das britische Modelabel Burberry auf Instagram" src="http://www.storyblogger.de/wp-content/uploads/2012/06/burberry2-257x300.jpg" alt="Das britische Modelabel Burberry auf Instagram" width="257" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"> Burberry postet seit Anfang 2011 Bilder auf Instagram. Hunderttausenden Mode- und Fotoverrückten aus der ganzen Welt gefällt das.</p></div>
<p>Dass visuelle Kommunikation auch im B2B Bereich funktioniert – und selbst bei Firmen, die gar keine sichtbaren Produkte herstellen – zeigen Unternehmensberatungen und Softwarefirmen. Die Carousel Consultancy beispielsweise, eine Personalvermittlung, präsentiert auf Pinterest Boards wie <a href="http://pinterest.com/carouselconsult/career-inspiration/">„Kleidung fürs Vorstellungsgespräch“, „Einzigartige Arbeitsplätze“ (verrückte Büros) und „Career Inspiration“.</a></p>
<p>Der Hersteller von Marketing-Software Hubspot sammelt auf Pinterest neben Lesestoff (Marketing-E-Books) und Statistiken auch Lustiges rund um die Marke wie z.B. Cartoons und<a href="http://pinterest.com/hubspot/"> „Fun Orange Things“</a>.</p>
<p>Erstmals haben Kommunikatoren die Chance, das „Image“ einer Marke ganz im wörtlichen Sinn zu prägen. Einfach ist das nicht. Denn Aussagen über Bilder zu vermitteln hat nichts damit gemein, einen Text zu schreiben. Glücklicherweise gibt es seit jeher Fachleute für Bildkommunikation: Fotografen und Grafiker. Für PR-ler heißt es nun: Berührungsängste überwinden, von den Experten lernen und die eigene visuelle Kreativität in Gang setzen.</p>
<p>Mehr dazu in einem <a href="http://t3n.de/magazin/markenkommunikation-instagram-pinterest-co-lasst-bilder-230330/">Gastbeitrag bei der t3n</a> von Björn Eichstädt und mir.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Farfromhomepage oder: Web Experience auf einen Blick</title>
		<link>http://www.storyblogger.de/2012/08/farfromhomepage-oder-web-experience-auf-einen-blick/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2012 14:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Björn Eichstädt Urlaub in einer Weltstadt im Jahr 2015. Das kann in Shanghai sein, New York oder auch Tokio. Die Eindrücke sind gigantisch &#8211; die Häuserschluchten fotografiert der Urlauber mit dem iPhone und lädt die Bilder auf Flickr, den &#8220;Sound der Großstadt&#8221; bannt er via Soundcloud-App auf Tonspur und verteilt das Ergebnis über seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Björn Eichstädt</em></p>
<p>Urlaub in einer Weltstadt im Jahr 2015. Das kann in Shanghai sein, New York oder auch Tokio. Die Eindrücke sind gigantisch &#8211; die Häuserschluchten fotografiert der Urlauber mit dem iPhone und lädt die Bilder auf Flickr, den &#8220;Sound der Großstadt&#8221; bannt er via Soundcloud-App auf Tonspur und verteilt das Ergebnis über seine Social Networks &#8211; dazu ein kleiner Link via Facebook auf Wikipedia mit dem Hinweis: &#8220;Das ist die berühmte Straßenecke an der ich gerade stehe.&#8221; Und schließlich noch &#8211; nach dem Urlaub &#8211; der Zusammenschnitt der Videoschnipsel, die auf dem Smartphone lagern &#8211; ab damit auf YouTube und über Twitter an die Follower.</p>
<p>Wer sich regelmäßig produzierend und konsumierend im Web bewegt, der kennt diese Art der Kommunikation. Und er weiß auch wie es sich anfühlt, wenn die Eltern oder wenig webaffine Freunde dann fragen, ob man mal ein paar Bilder sehen kann oder ob es auch ein &#8220;Fotoalbum der Reise&#8221; geben wird. Ja, vielleicht. Aber wie soll man all diese Eindrücke in einer einzigen &#8220;Experience&#8221; vermitteln? Und dann den Eltern oder Freunden für den Smart TV (wir erinnern uns: es geht um das Jahr 2015) zur Verfügung stellen? Hey, es gibt ja das Farfromhomepage-Schnittprogramm!</p>
<p><object width="500" height="280"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_ZhYd8luIM0?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="280" src="http://www.youtube.com/v/_ZhYd8luIM0?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Dieser kleine Ausflug in die Zukunft beschreibt, was in ein paar Jahren Realität sein könnte, wenn die <a href="http://www.farfromhomepage.net/" target="_blank">Berliner Start-up-Firma &#8220;Farfromhomepage&#8221;</a> ihr neues Projekt an den Start bekommt: ein &#8220;Schnittprogramm für das komplette Web&#8221;. Das junge Team sucht seit einigen Tagen über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Kleininvestoren (die gerne auch ein wenig mehr investieren können). Mit großem Aufwand wurde hierfür ein Video (s. oben) erstellt. Und Storymaker hilft ohne Budget bei der Vermittlung von wichtigen Journalisten- und Multiplikatorenkontakten. Denn: wir glauben an Farfromhomepage und möchten in ein paar Jahren unsere Reiseerfahrung an Freunde und Verwandte über den Farfromhomepage-Kanal schicken. Wer das auch möchte, der sollte ein paar Dollar investieren: <a href="http://www.indiegogo.com/farfromhomepage" target="_blank">und zwar hier</a>.</p>
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		<title>Interaktive Webreportagen und das Storytelling der Zukunft – drei Thesen</title>
		<link>http://www.storyblogger.de/2012/08/interaktive-webreportagen-und-das-storytelling-der-zukunft_drei-thesen/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2012 08:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel im Storyblogger]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dr. Mona Clerico Interaktive Webreportagen wie das vieldiskutierte Prison Valley von Arte TV verändern zunehmend die Art und Weise, wie wir mit Geschichten umgehen. Wenn klassisches Storytelling durch interaktive Elemente erweitert wird, scheint sich das große Versprechen des Mitmach-Webs zu erfüllen, dass der Nutzer selbst zum Regisseur der rezipierten Inhalte wird. Zugleich verändern sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Dr. Mona Clerico</em></p>
<p>Interaktive Webreportagen wie das vieldiskutierte <a href="http://prisonvalley.arte.tv/?lang=de">Prison Valley</a> von Arte TV verändern zunehmend die Art und Weise, wie wir mit Geschichten umgehen. Wenn klassisches Storytelling durch interaktive Elemente erweitert wird, scheint sich das große Versprechen des Mitmach-Webs zu erfüllen, dass der Nutzer selbst zum Regisseur der rezipierten Inhalte wird. Zugleich verändern sich narrative Strukturen und Konzepte von Autorschaft und Originalität.</p>
<p>Drei Thesen zur Zukunft der Narration im Zeitalter der Interaktion.</p>
<p><strong>Multilineare      Dramaturgien spiegeln unser Wirklichkeitsempfinden wider. </strong> Der Umgang mit      Erzählkonventionen wie Zeitbezügen wird flexibler. Wenn der Leser die <a href="http://www.arte.tv/de/3931248.html">Wahl</a> zwischen mehreren gleichzeitig stattfindenden parallelen Erzählsträngen      hat,      verliert die klassische Erzählstruktur aus Konflikt und Lösung an      Bedeutung. Evidenzketten auf der Basis von Ursache und Wirkung weichen      komplexeren, fragmentierten Darstellungen von Wirklichkeit. Die Multilinearität      erscheint dabei als „natürliche“ Erzählweise, um ein Leben mit immer mehr      Entscheidungsmöglichkeiten in einer als zunehmend fragil empfundenen      Wirklichkeit darzustellen. Das Grundgefühl, dass das Leben auch ganz      anders verlaufen könnte, hat in der interaktiven Reportage seinen medialen      Ausdruck gefunden.</p>
<p><strong>Genre-Grenzen      verschwimmen. </strong>Die interaktive Webreportage erinnert nicht      nur in ihrer Ästhetik an das Computerspiel. Zum Wesen des Computerspiels      gehörte seit seinen Anfängen die Interaktivität: Als sein eigener      Hauptprotagonist trifft der Spieler Entscheidungen, die ihn in das jeweils      nächste Szenario oder Level führen. Dieses <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aOw0xgnleBA">Element</a>, das auch die      Werbeindustrie schon länger einsetzt,      wird vom Journalismus zunehmend übernommen. Umgekehrt nähert sich auch das      Computerspiel der klassischen Reportage an. Während die frühen Spiele wie      etwa <em>Pong</em> aus dem Jahr 1972      simple Geschicklichkeitsübungen darstellten, wollen heutige Entwickler eine      Geschichte erzählen, die bei ihren Rezipienten Emotionen und Reaktionen      hervorruft. Doch nicht nur Computerspiel und Journalismus verschmelzen. Die      Einbindung von Texten unterschiedlicher Gattungen – etwa Fragmenten aus wissenschaftlichen      Studien – in die Webreportage löst die starre Trennung zwischen den      Gattungen auf und legt nahe, dass so verschiedene Literaturtypen wie      Comics, Romane, akademische Texte und Zeitungsartikel sich gegenseitig      inspirieren und zu neuen Formen verschmelzen können. Die Überwindung problematischer      Hierarchien zwischen den Textgattungen ist die logische Konsequenz daraus.</p>
<p><strong>Individuelle      Autorschaft verliert an Bedeutung. </strong>Wenn      Hierarchien zwischen Text- und Mediengenres keine Rolle mehr spielen,      rückt der Autor aus dem Rampenlicht. Neue Inhalte-Lieferanten kommen      hinzu, die Berufsbilder von Reportern und Schriftstellern verändern sich. Die      klassische „Edelfeder“ hat ausgedient, denn sprachliche Brillanz reicht      als Maßstab für Qualitätsjournalismus längst nicht mehr aus. Die Storyline      für eine Webreportage wird heute im Zusammenspiel von Autor, Designer,      Programmierer und Produktionsfirma entwickelt. Statt „Content is King“ heißt es nun: „<a href="http://www.businessinsider.com/content-is-no-longer-king-curation-is-king-2010-6">Curation is King</a>“ (Steve Rosenbaum). Das Prinzip des US-Dienstes <a href="http://storify.com/">Storify</a>, bei dem sich der User      Stories aus externem Content von unterschiedlichen Plattformen wie      Twitter, Facebook und YouTube zusammenstellt, lässt die Bedeutung von      Originalität schwinden: Man darf sich ruhig aus fremden Quellen bedienen. Daraus      folgt auch, dass das Urheberrecht neu überdacht und an die Realität angepasst      werden muss.</p>
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