Storyblogger - Weblog für Public Relations

Social-Media-PR: Nicht zu viel auf einmal

von Björn Eichstädt

Ein paar Gedanken zur PONS-Kampagne:

Wenn etwas funktioniert, dann fühlt man sich zunächst einfach gut. Und so geht es uns in der Agentur derzeit mit der Social-Media-Kampagne, die wir gemeinsam mit unserem Kunden PONS und der Berliner Agentur vm-people durchführen dürfen. So ganz furchtlos waren wir nicht. Denn die Kampagne von Vodafone hatte in den vergangenen Tagen ja doch gezeigt, dass ein Schuss in Richtung Web 2.0 auch ganz kräftig zurückkommen kann (auch wenn ich immer noch nicht so sicher bin, ob nicht auch ein wenig Absicht hinter einigen Aspekten der Kampagne steckt). 

Aber, was die PONS-Kampagne, die sich im ersten Schritt individuell an Blogger aus der Textszene gerichtet hat, sicherlich richtig gemacht hat: die Zielgruppe wurde genau betrachtet, es wurde differenziert. Blogger ist nicht gleich Blogger, Social-Media-Szene ist nicht gleich Social-Media-Szene. Zielgruppen, die derart groß aufgespannt werden, gibt es eigentlich nicht. Vielmehr ist das Social Web ein Abbild der Welt. Ein Mikrokosmos. Und in diesem gibt es unterschiedliche Interessen, Menschen, die sich für mich, für mein Unternehmen und meine Produkte interessieren könnten – und andere, die eben das nicht tun.

Die erste Phase der Kampagne hat also gezeigt – und das sehen wir von der PR-Seite her ganz deutlich: starke Individualisierung, Eingehen auf die Reaktionen – und nicht zu viel auf einmal wollen. Schritt für Schritt gehen. Und dabei nicht überheblich werden.

Ein schönes Audio-Interview zur PONS-Kampagne gibt es hier.

5 Kommentare »

  1. Die Kampagne zeigt ganz klar: Das Gießkannenprinzip funktioniert im Garten, nicht in der Blog-Welt. Das ist eigentlich nichts neues, wird aber trotzdem oft missachtet. PONS ist ein tolles Beispiel dafür, wie mans richtig macht: gute, originelle Ideen und eine individuelle Ansprache, die den Angesprochenen ernst nimmt.

    Kommentar von Katrin Renner — 24. Juli 2009 um 09:37

  2. [...] schön ins Zeug gelegt haben sich Anne Pelzer und die beauftragte Agentur, um Blogs (die Rede ist von knapp 100) auszuwählen und mit einem individuellen Text (zum Beispiel [...]

    Pingback von Ein Bienchen von PONS « Federwerk — 27. Juli 2009 um 08:39

  3. Sehr schönes Beispiel und bis jetzt m.E. alles richtig gemacht. Ich weiß ja nicht, wass noch kommt;-))) Finde aber auch, dass es ein hervorragendes Produkt ist, um die social media Kanäle sinnvoll zu nutzen. Bin gespannt, was noch kommt.

    Kommentar von Nadine Motter — 27. Juli 2009 um 09:10

  4. Kleiner Blick hinter die Kulissen: Ponsen II….

    Dass ich eine “Zielperson” (unter knapp 100 “handverlesenen Bloggern”) in einer gut geplanten Social-Media-Kampagne geworden bin, ist mir erst so richtig bewusst geworden, als ich das Interview von Tapio Liller gehört habe, das…

    Trackback von wort-gestalten.de – Elke Hesse – Text, Werbelektorat, Übersetzung – München — 28. Juli 2009 um 08:47

  5. [...] die Schulheftkampagne von PONS hat Björn Eichstädt an dieser Stelle schon berichtet. Und hier auch. Wer hätte geahnt, dass dieser Blogeintrag ebenfalls Teil der [...]

    Pingback von Storyblogger » Ein Bienchen! — 12. August 2009 um 14:11

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