Storyblogger - Weblog für Public Relations

Twitternde Politik

von Björn Eichstädt

Es begann vor einigen Tagen mit SPD-Generalsekretär Hubertus Heil. Der twitterte aus den USA und Spiegel online machte sich erstmal darüber lustig. Da versucht sich ein Politiker doch einfach an Web-2.0-Technologien. Unverschämt.

Dabei hatte sich die Netzgemeinde in der Vergangenheit doch immer darüber beschwert, dass deutsche Politiker so uncool im Umgang mit dem Netz sind. Dass wir keinen Obama 2.0 haben. Zurecht beschwerte sich Thomas Knüwer vor ein paar Tagen über das Gemotze zum Heil-Twitter. Und jetzt kommen die Kollegen vom PR-Kloster und betrachten belustigt den Vorstoß von CDU/CSU. Wieso? Ich finde es gut, wenn auch die Volksvertreter einen Schritt in eine interessante Richtung machen…

Mobil bloggen

von Björn Eichstädt

Nachdem ich mir die iPhone-Applikation von Wordpress auf den Desktop gezogen habe, kommt hier mein erster Blog-Eintrag via iPhone.

Links gehen scheinbar noch nicht, aber dafür ein Foto vom iPhone.

PS: Denkfehler. Muss eben endlich Html lernen statt Buttons im Backend zu drücken…

Mobile Medien im Sekundentakt – Teil 1

von Björn Eichstädt

Das iPhone verändert die Medienwelt und die Nutzung von Information. Das Schlagwort des “Realtime” bekommt auf einmal eine ganz neue Bedeutung. Und nicht nur die Informationen erreichen das iPhone im Sekundentakt. Auch viele Medien und Web 2.0-Anwendungen reagieren erstaunlich schnell auf die Möglichkeiten des Geräts – so als hätten tatsächlich alle darauf gewartet, dass Mobile Media endlich Realität wird. Und seien wir ehrlich: sie haben seit Jahren darauf gewartet.

Die Auftritte unterscheiden sich dabei ganz klar. Es gibt zum einen die Medien, die schlicht über eine Seite verfügen, die Inhalte für Mobilgeräte optimiert darstellt. Hier wird das ganze Wirrwarr einer klassichen Website entzerrt, Infos auf einen Blick dargestellt. Beispiel Spiegel online – schön übersichtlich – endlich keine Werbung mehr:

Übersicht pur: Spiegel online

Keine Werbung – dachte ich jedenfalls gestern. Wobei das Bild heute schon ein anderes ist:

Werbung bei Spiegel mobiel

Och nö! Das gibts doch gar nicht. Die Werbung ist einfach schnell heutzutage :-) Da ist die BILD schon fast ein Hort der Werbefeindlichkeit:

Bild Iphone

Wobei hier auch immer noch auf die alte wap-Adresse zugegriffen wird. Sagt man heute eigentlich noch wap? Oder ist das als Begriff tot (schon klar, dass hier ein “Protokoll” beschrieben wird, aber wap war doch lange auch der Versuch, mobiles Surfen sexy zu machen)? Nun ja – ich muss weiter arbeiten, in Kürze mehr von der PR-iPhone-Medien-Front.

Auch Jugendliche verdammen Second Life

von Björn Eichstädt

Bereits im April habe ich die Behauptung aufgestellt, dass Second Life tot sei. Nun bestätigt das auch eine aktuelle Studie, die sogar zeigt, dass auch Jugendliche keine Lust auf die zweite Welt haben.

Bei meinem letzten Beitrag zum Thema verteidigten einige Leser die Online-Welt noch vehement. Aber ganz ehrlich. Das Ding ist tot, mausetot…

Is there anybody out there!?

von Björn Eichstädt

Einen schönen Beitrag zum Thema “Aktiv Zuhören” versus “Aktionsgetrieben Zuhören” gibt es bei den amerikanischen Kollegen von PR Squared. Das ist tatsächlich eine spannende Frage, die sich viele Unternehmen stellen sollten, die derzeit Blog-Monitoring betreiben oder mit dem Gedanken spielen – sind sie von den Prozessen her überhaupt dazu befähigt an dieser Stelle einzugreifen?

Was mich an dem Beitrag positiv erstaunt hat: In den USA scheinen Unternehmen tatsächlich auf Blog-Einträge zu reagieren. Mit Service. Irre. Das ist mir hierzulande noch nicht passiert. Aber vielleicht muss ich einfach nur ein paar Dinge wiederholen, die hier in der Vergangenheit schon des Öfteren zu lesen waren.

1. Die Deutsche Bahn lässt mich oft im Stich, dabei bin ich ein Premiumkunde. Wo kann ich meine Service-Ideen loswerden?

2. Bei meinem iPod ist dreimal in Folge der Akku kaputt gegangen. Jetzt habe ich keine Lust mehr auf das Gerät. Mit der Hotline hatte ich nur Stress – hört mich jemand?

3. Meine UMTS-Karte von T-Mobile (web & walk) säuft im Bahn-Betrieb regelmäßig auf eine Übertragungsrate von 0 ab – und kommt auch bei vollem Netz nicht wieder hoch. Keiner konnte bisher helfen – Ihr vielleicht von der Telekom?

Ich bin gespannt……

Darth Vader auf Schwenglisch

von Björn Eichstädt

Es ist ein knappes Jahr her, da tauchte auf YouTube der schwäbische Star Wars Spot auf, der heute bereits eine der Legenden des deutschsprachigen Viralmarketings ist.

Dieser Tage erhielt ich eine Email von Dominik Kuhn, der inzwischen als Macher des Spots bekannt ist. Der Inhalt: Ein Jahr ist rum, es gibt was Neues. Und tatsächlich…. viel Spaß….

Ach: Bevor Ihr den Film klickt – Dominik Kuhn hat auch einen schönen Beitrag in unserem aktuellen Newsletter verfasst.

Bleibt mir weg mit LinkedIn

von Björn Eichstädt

Es ist schon eine Weile her, da wurde der Deutschland-Start von LinkedIn vielerorts angekündigt. Passiert ist seither… nichts. Nur, dass Xing immer weiter seine Bahnen zog und wirklich zu einem veritablen und auch guten Netzwerk geworden ist.

Und nun lese ich heute im Newsletter der W&V:

Xing-Konkurrent LinkedIn kommt noch 2008 nach Deutschland.
Besser spät als nie: Das internationale Business-Netzwerk LinkedIn will Ende des Jahres nun doch den lang angekündigten deutschsprachigen Ableger starten und damit Lars Hinrichs’ Kontaktplattform Xing in ihrem Heimatmarkt angreifen. Das kündigt LinkedIn-Gründer Reid Hoffman in der neuen Ausgabe von “Tomorrow” an, die morgen erscheint. Das Vorhaben ist eine schwere Geburt: “Geplant haben wir den deutschen Start ja schon einige Zeit, aber irgendwie kam immer ein anderes Projekt dazwischen”, gibt Hoffman zu – und räumt ein, dass Xing zumindest in Deutschland sehr gut dasteht: Das große Netzwerk von Xing in Deutschland sei “für Geschäftsbeziehungen sehr wertvoll”. Wie LinkedIn die Xing-Mitglieder zum Wechsel animieren will – unklar. Hoffmans einziges Argument in der “Tomorrow”: “Wir bieten mehr Features als Xing – die meisten sogar kostenlos.” Doch genau wie Facebook wird es auch LinkedIn schwer haben, mit seinem völlig verpennten Start in Deutschland Fuß zu fassen.

Tja, ganz ehrlich: Ich glaube, LinkedIn wird einfach gar nicht Fuß fassen. Das liegt aber nicht nur am verpennten Start, sondern auch an der Usability und der Aufmachung. Wann immer ich eine Kontaktanfrage über LinkedIn bekomme (ja, ich bin irgendwie auch Mitglied) schlage ich drei Kreuze. Also: Brauchen wir nicht.

iPhone-PR für Entscheider?!

von Björn Eichstädt

Vor ein paar Tagen habe ich schon einmal ganz beiläufig nach den Implikationen des iPhones für die Unternehmens-PR gefragt. Doch je länger (jetzt eine Woche) ich mein eigenes iPhone besitze, desto drängender werden diese Fragen. Hat das iPhone einen Einfluss auf die Unternehmenskommunikation oder nicht?

Nun: Zunächst könnte man – zumindest hierzulande - argumentieren, dass allein die geringe Verbreitung das Mobile Device von Apple uninteressant für PR macht. “Schick, aber zu teuer”, denken die Deutschen. 1-2 Prozent Marktdurchdringung, was will man schon damit anfangen?

Auf der anderen Seite könnte gerade diese exklusive Position (die auch nur von geringer Dauer sein wird) das Tool interessant für PR-Aktivitäten machen: Wer als Zielgruppe besserverdienende Entscheider oder Technologie-Freaks mit Early-Adopter-Ambitionen sein Eigen nennt, der sollte gut darüber nachdenken, ob er nicht die ein oder andere Maßnahme anstoßen sollte.

Schön und gut. Aber was könnte das sein? Ein kleines schickes Programm im App Store? Hmmm. Ein Spiel eher nicht, nur dann, wenn es etwas mit den Inhalten der anbietenden Firma zu tun hat. Eher doch etwas nützliches – businessorientiertes im B2B-Umfeld? Ja, aber was? Oder doch einfach eine Mobilversion der eigenen Kundenzeitschrift? Jetzt da der Entscheider auch unterwegs Zugriff auf alles Mögliche hat (vorher hatte er mit dem Blackberry oder dem UMTS-Laptop zwar die Möglichkeit, aber oft nicht die Lust…). Das wird alles sehr spannend. Amerikanische Medien wie die New York Times oder Bloomberg sind ja bereits auf den Zug aufgesprungen – und finden sich auch auf dem Desktop meines iPhones. Sicherlich finden wir auch bald die ersten Corporate Publishing Produkte dort…. aus Deutschland werden die aber vermutlich nicht sein.

David Weinberger spricht…

von Björn Eichstädt

… mir aus der Seele. Denn dass die Funktionsweise des Internets auch viele Jahre nach Etablierung des Web für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln ist, das erörtert er im Interview mit Spiegel online sehr präzise. Also nochmal für alle: Internet ist nicht Broadcast, Professionalismus nicht notwendig, um Meinung zu machen. Das sollten wir alle erkennen – und in der PR-Branche weitertragen.

Und die “fünf Stadien des Sterbens” sind eine wunderbare Analogie zu dem, was da draußen in den Kommunikationsabteilungen passiert. Das werde ich mir merken.

Nur noch 10 Prozent Print

von Björn Eichstädt

Erstmal sorry dafür, dass gerade nicht viel los ist hier. Aber es ist viel zu tun. Doch ab und an muss man sich dann doch zu Wort melden. Etwa hiermit:

Die Übermacht des Internets in der Medienversorgung der Menschen nimmt enorme Geschwindigkeit auf. Eine neue Studie – derzeit kommen ja täglich neue Zahlen – zeigt: Nur noch 10 Prozent der Mediennutzungszeit “junger Leute” geht für Print drauf. Das hätte vor ein paar Jahren kaum einer zu prognostizieren gewagt. Aber was tun als PR-Schaffender. Lohnt sich Print-PR überhaupt noch? Den Kunden einen Komplettumstieg auf online empfehlen? Welchen Einfluss wird das iPhone auf die weitere Entwicklung haben – war das Unterwegs-Internet doch bislang nicht sehr praktikabel? Sind gerade die Entscheider doch noch sehr an Print orientiert – oder beides im Sinne des Long Tail?

Meinungen da draußen?