Storyblogger - Weblog für Public Relations

Denken im Fernsehen?

von Björn Eichstädt

Gutes Fernsehen ist heute selten. Umso schöner, dass man manchmal über wirklich interessante Sendungen stolpert. Wer wirklich mal spannende Diskussionen jenseits von Will und Kerner hören will, der sollte mal bei 3 Sat die Sendung “Delta – das Denkmagazin” einschalten.

Beim letzten Mal ging es um den Tod – eine spannende Diskussion zwischen einem Neurowissenschaftler, einem Religionsforscher und dem wirklich gut vorbereiteten Moderator. Kein Schnick und noch weniger Schnack. So sollte Fernsehen sein!

Schmidt, Pocher und dann Pelzig

von Björn Eichstädt

Auch wenn das hier nur am Rande etwas zu suchen hat: Nachdem monatelang spekuliert wurde, was die beiden denn anstellen würden, war gestern die Premiere des neuen Duos “Harald Schmidt und Oliver Pocher”. Und obwohl der Fernseher bei mir meist nicht läuft, musste das schon sein.

Um es kurz zu machen: Was die beiden genau wollten, das weiß ich nicht. Potenziale sind sicher da, aber die Sendung kam doch daher, als ob es keinerlei vorheriges Konzept gegeben hätte und sich die beiden noch nicht wirklich aufeinander eingespielt hätten. Stand-up ohne Netz und doppelten Boden quasi – und in dem Fall führte das eben zu einigen blauen Flecken.

Trotzdem bin ich froh, dass ich die Sendung gesehen habe. Denn danach lief Erwin Pelzig, der mir bislang unbekannt war. Und ich habe sehr viel und herzlich gelacht. Wunderbar!

Erfrischend

von Steffi Wolter

Das Holiday Inn in Dresden hat der NPD eine Absage erteilt. Das ist in Zeiten der rechten Aufmärsche (auch in Tübingen) und Demonstrationen ein erfreuliches Signal.

Gefunden bei Anke.

Sex mit Robotern?

von Björn Eichstädt

Weit ist es gekommen. So weit, dass nun auch schon in Doktorarbeiten über Sex mit Robotern nachgedacht wird. Doch wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist unsere Abhängigkeit von Maschinen schon so groß geworden, warum sollten wir das nicht auch noch machen.

Bei mir ist das zum Beispiel so: mein iPod ist mal wieder kaputt. Zum zweiten Mal innerhalb des ersten Jahres. Das scheint mal wieder am Aku zu liegen, der sich über Nacht entleert. Und statt dass mir das einfach egal ist, lasse ich es zu, dass mich dieses Thema beschäftigt. Abhängig? Eigentlich nicht, aber dass mein iPod kaputt ist, das beschäftigt mich, nun, “emotional”.

Nun gut, ich will jetzt nicht erzählen, dass ich meinen iPod nachts mit zum Schlafen nehme, aber wie weit ist der Schritt von der emotionalen Betroffenheit zur emotionalen Involvierung? Egal, bevor sie mit uns ins Bett steigen, kommen die Robotor sowieso aus der Zukunft, ändern alles und machen uns erstmal fertig….

Textwerkstatt #18

von Steffi Wolter

Die Sache mit dem Kauderwelsch

Wer fachlich-sachliche Texte schreibt, muss aufpassen, dass er nicht in ein Beamtendeutsch reinschlittert. Es gilt die Regel: je schlichter und kürzer der Satz, desto verständlicher. Auch bei den Begriffen: Ein “Postwertzeichen” ist eine Briefmarke. Eine “Lichtzeichenanlage” ist eine Ampel, ein “Fahrtrichtungsanzeiger” ist ein Blinker. Und eine “weibliche Person” ist einfach eine Frau! Noch mehr Beispiele gibt es hier. Und hier kann sich testen, wer glaubt, das Beamtendeutsch sei doch kein Problem. Ich habe mich übrigens über dieses polizeiliche Protokoll sehr amüsiert.

Hauptsache kurz?

von Steffi Wolter

Über die Emoticons, die gerne in Mails verwendet werden, habe ich ja an dieser Stelle schon geschrieben. Es gibt noch mehr Möglichkeiten, Buchstaben zu sparen, nachzulesen hier im Netzjargon. Für mich und meine Kolleginnen ist das wie eine Art Geheimsprache. “kv” heißt in Yvonnes Welt nämlich “Kostenvoranschlag”. Und “nc” würde ich eher als “Numerus Clausus” lesen. So sorgen die Kürzel immerhin für gute Laune – und sicher auch für das ein oder andere Missverständnis. Aber ich will ja kein Spielverderber sein – also: brb, cu!

Sachen zum Lachen

von Steffi Wolter

Endlich! Die PR-Branche wurde als Quelle der Späße und Wortwitze entdeckt… Wurde ja aber auch mal Zeit…

Den hier finde ich echt klasse!

Oder den: Wenn ein junger Mann ein Mädchen kennenlernt und ihr erzählt, was für ein großartiger Kerl er ist, so ist das Reklame. Wenn er Ihr sagt, wie reizend sie aussieht, so ist das Werbung. Wenn sie sich aber für ihn entscheidet, weil sie von anderen gehört habe, er sei ein feiner Kerl, so sind das Public Relations. (Alwin Muenchmeyer)

Wer weiß noch einen?

Nobel

von Steffi Wolter

Irgendwie findet ja doch immer eine wohltuende Balance statt. Eben noch rege ich mich über Frau Hermans Fabuliersucht auf. Und dann bekommt Doris Lessing den Literatur-Nobel-Preis.

Schön.

Schlecht beraten?

von Steffi Wolter

Eva Herman ist nicht meine Freundin. Ihre Bücher habe ich aus Desinteresse nicht gelesen, aber mich aufgrund von Hermans TV-Auftritten in denen sie ihre abenteuerlichen Thesen beharrlich verkündet, doch damit befasst.

Jetzt hat Kerner sie aus seiner Sendung rausgeschmissen. Das war vielleicht nicht sehr klug, da Frau Herman jetzt als Märtyrerin dasteht, die womöglich noch Mitleid erregt. Selber fällt ihr allerdings nichts anderes ein, als immer und immer wieder ihr Originalzitat hervorzukramen, das meiner Ansicht nach wenn man es genau liest auch nicht wirklich klasse ist.

Ich frage mich, ob Frau Herman einfach beratungsresistent ist, schlechte oder gar überhaupt keine Berater hat? Denn vor so einem TV-Auftritt sollte man sich doch schon gründlich überlegen, ob es ratsam ist, den berüchtigten Autobahn-Satz von sich zu geben.

Hier jedenfalls kann man Frau Hermans Kernaussagen noch einmal schön zusammengefasst überblicken. Und sich fragen, ob sie sich einfach nur permanent missverständlich ausdrückt – oder wirklich Unfug schreibt?

Textwerkstatt #17

Die Sache mit der Kupplung

von Steffi Wolter

Wenn man viele Wörter aneinander reiht, so nennt das der Fachmann “kuppeln”. Das Kupplungsinstrument ist der Bindestrich. Ich kann also nach der neuen deutschen Rechtschreibung ohne weiteres “Teeei” schreiben – wenn mir das aber nicht so gut gefällt, dann kuppele ich das Ei an den Tee: Tee-Ei. Wichtig ist, dass das angekuppelte Wort groß geschrieben wird, wenn es ein Substantiv ist (Ei), und natürlich klein, wenn es ein Adjektiv oder Adverb ist: Start-up. Wenn an eine solche Kombination noch mal ein Substantiv gekuppelt wird, muss auch hier ein Bindestrich stehen: Start-up-Unternehmen, Abend-Make-up.

In der IT-Branche gibt es viele Ausdrücke in Großbuchstaben: SOA beispielsweise: Service-orientierte Architektur. Wenn ich an diesen Begriff aber noch ein Substantiv ankuppeln will, muss sich der Bindestrich von Anfang bis Ende durchhangeln können: Ein Service-orientierte-Architektur-Problem. Oder natürlich ein SOA-Problem. Problematisch wird es, wenn manche Unternehmen auf eine Corporate-Schreibweise bestehen und Namen nicht gekuppelt werden dürfen: der IBM Business Partner muss nach den Rechtschreibregeln gekuppelt werden.