von Aki
Der deutsche Spießbürgerhund erhält eine weitere Filmrolle. Nach Bodo aus Hausmeister Krause kommt er nun recht putzig in einem RWE TV-Spot daher. Und RWE versichert: Es gab ein Double, der arme kleine RWE-Waldi wurde also artgerecht eingesetzt:
Noch cooler sind die Echsen-Kollegen aus dem neusten Spot:
von Steffi Wolter
Die Sache mit dem Apostroph
Um es gleich vorneweg zu nehmen: einen besitzanzeigenden Apostroph gibt es in der deutschen Sprache nicht! Der Apostroph wird hauptsächlich für Auslassungen und Genitivkennzeichnung verwendet.
Solche Sachen wie “Charly’s Shop” oder “Angelo’s Bruzzelecke” sind also blanker Unfug – gerade in solchen Fällen wird der Apostroph aber besonders gerne eingesetzt! Noch schlimmer wird es, wenn ein Plural-S mit Apostroph abgetrennt wird: CD’s, PC’s – das tut schon fast körperlich weh.
von Aki
Darf der Arbeitgeber Sie am Arbeitsplatz filmen? Dürfen biometrische Daten in einer Zentraldatei gespeichert werden?
Dem geht Arte heute abend um 20.40 Uhr in “Kontrolle total” nach.
Anschließend folgt “Widerstand.com”, der sich mit dem französischen Big Brother Award und dem RFID-Zapper des Chaos Computer Clubs beschäftigt. “Widerstand.com” zeigt das Freenet-Projekt und die Arbeit von Künstlergruppen, die mit verschiedenen Aktionen gegen die Überwachung und Zensur protestieren.
Passend zum Themenabend gibt es ein hier ein Quiz.
von Steffi Wolter
Wortgeschwister
Es gibt so Wortverdreher, die mich echt nerven. Da bin ich wirklich pingelig. Erst gestern fiel es mir wieder auf: In einem TV-Magazin war von Trickbetrügern die Rede, Straßenverkäufer, die nichtsahnenden Touristen anscheinend Laptops verkaufen – nachher sind aber nur Salzpäckchen in den Taschen. “Vertrauensvoll”, so der Sprecher, “übergibt der Verkäufer dem Touristen die Tasche”. Vertrauensvoll??? NEIN. Der Käufer ist vertrauensvoll, womöglich sogar vertrauensselig, aber der Betrüger? In wen soll der denn Vertrauen haben? Der Betrüger macht allenthalben einen vertrauenswürdigen Anschein. Da ist schon ein Riesenunterschied. Vertrauensvoll meint “voller Vertrauen” und eben nicht “seriös”.
Es gibt noch mehr solcher ungleichen Geschwister. Freue mich über zahlreiche Beiträge!
Nachtrag vom 22. Juni: Heute im Radio gehört. “Die anderen Bewohner wurden fürsorglich evakuiert.” Das ist ja nett, dass man sich gut um die Bewohner gekümmert hat.
Gemeint war wohl eher: vorsorglich.
von Björn Eichstädt
Wieder mal die Bahn: Um 13 Uhr bin ich im Büro losgegangen, um halb fünf sollte ich in München sein. Denn ich wollte die Eröffnungsrede von Sascha Lobo beim Strategie-Forum “Wie Sie digitale Medien zur crossmedialen Themenmaschine machen” hören.
Doch aus drei Stunden Fahrt werden am Ende wohl fünf Stunden geworden sein. Und dann ist Lobo wohl schon lange durch. Also gibt es erst morgen Berichte von der Veranstaltung – da muss ich nämlich nur noch S- und U-Bahn fahren. Es lebe die Bahn!
von Steffi Wolter
Wörter werden Worte
Angesichts der letzten beiden Blog-Einträge stellte sich mir die Frage: Wann sind Wörter eigentlich Worte – und warum? Kurz gegooglet, schon fand ich die Antwort beim Experten. Und war gleichzeitig auch erleichtert, denn offensichtlich haben wir es richtig gemacht.
von Björn Eichstädt
Mensch, Bahn. Was muss ich heute wieder lesen, nachdem ich durch diverse Verspätungen wieder mal über eine Stunde zu spät im Büro angekommen bin: Du willst nach Saudi-Arabien. Lass Dich gewarnt sein: Die da drüben machen nicht mit, was Du hier veranstaltest. Immer zu spät und dann auch noch Züge streichen. Das kannst Du hier machen, wo alle immer den Mund halten. Aber zum Glück gibt es ja die Kollegen von “Spaß mit der Deutschen Bahn”…
Und alle, die jetzt wieder sagen: Mensch, nörgel nicht, wir haben das tollste Bahnsystem der Welt – nein: Das haben wir nicht. Als ich letzte Woche in Belgien unterwegs war, da ist mir klar geworden, dass wir nichtmal das tollste Bahnsystem in Mitteleuropa haben.
von Steffi Wolter
Auch Wörter sterben aus. Das ist traurig. Da wird es mir ganz blümerant ums Herz – und schon bald darf es das nicht mehr werden!?
Ich benutze sehr gerne solche Exoten. Gut, “Schlüpfer” ist jetzt auch nicht gerade das Wort meiner Wahl – aber “knorke”? ist doch tofte! Laut Lexikon stirbt auch der Ausdruck “Herr Ober” – und da fühle ich mich ertappt. Tatsächlich sagt man ja wohl “zahlen bitte” oder “hallo, kann ich was bestellen?”. Und der Ober heißt Kellner oder einfach Robert.
Schade. Ich wage zu behaupten, dass die “neuen” Wörter nicht so schön sind wie die alten. Und dass uns was verloren geht.
von Björn Eichstädt
“Sprachunabhängig und schnell” sollen Piktogramme laut Wikipedia mit dem Betrachter kommunizieren – gerade in Zeiten der Internationalisierung. Das mit dem sprachunabhängig, das lasse ich bei der folgenden Entdeckung ja noch durchgehen, aber wer in diesem Hotel, das ich Ende der vergangenen Woche in Belgien bewohnte, in eine Notsituation gerät, der muss schon ganz schön nachdenken, was zu tun ist…
von Katrin Renner
In freier Wildbahn sind sie anscheinend selten geworden, die echten Schwaben. Wie habe ich mich da gefreut, dass es den Schwabenpark gibt! Dort kann man wohl ganze Familien treffen, ordentlich gekämmt und in fröhliche T-Shirts gekleidet.
(Leuchtreklame, gesehen in Stuttgart)
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