Storyblogger - Weblog für Public Relations

Medieninkompetenz

von Björn Eichstädt

Nach ihrer Enthüllungsgeschichte über “Deutschland sucht den Superstar” muss man sich derzeit schon fragen, ob die BILD selber eigentlich Medienkompetenz besitzt, ob sie die Leser für blöd verkaufen will oder ob es einfach keine gute Geschichte gab für den Tag.

Dass kein Aspekt der angeblichen Enthüllung interessant ist, das hat der BILDblog schon festgestellt. Wie man angemessen reagiert, das führt PR-Kollege Björn Hasse von Edelman heute in seinem Weblog vor. Manchmal nerven Medien gehörig, vor allem, wenn man täglich mit ihnen zu tun hat…

YouTube-Klone weltweit – Japan!

von Björn Eichstädt

Ja, die ganze Welt liebt Online-Videos. Und längst nicht alle Länder verlassen sich dabei auf YouTube. So gibt’s bei den Japanern マイ EbiTV! . Und natürlich haben die da drüben auch Japan-spezifische Filmchen zu bieten.

Verdienen bei YouTube

von Björn Eichstädt

Es ist soweit: Auch bei YouTube soll künftig Geld für besonders gute Videos fließen. Damit rennt YouTube der Konkurrenz, etwa von Revver, zwar deutlich hinterher – es ist aber mit Sicherheit auch der einzige Weg, um gute Leute auf Dauer auf der Plattform zu halten. Bravo YouTube – mal schauen, wie das neue Modell konkret aussehen wird.

Snap.com sieht voraus

von Björn Eichstädt

Die Welt des Web 2.0 dreht sich weiter. Und vielleicht hat der ein oder andere auf diversen Blog-Seiten bereits das Vorschau-Tool von Snap.com entdeckt.

Eine sinnvolle Einrichtung finde ich, deshalb habe ich das jetzt auch hier eingebaut. Die Nutzung ist ganz einfach: Mit dem Mauspfeil über oder auf einen Link innerhalb des Textes fahren, warten bis das Vorschaufenster von Snap aufpoppt – schon wisst Ihr, ob der Link auf ein Online-Magazin, einen Blog, Wikipedia oder sonst eine Seite im Netz verweist.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch jede Menge Blogger, die Snap hassen. Hier ein Beispiel. Was meint Ihr? Soll ich’s drinlassen oder ist das überflüssig?

Weitere Neuerungen kommen, stay tuned…

Multimedial suchen – mit Witz

von Björn Eichstädt

Scheinbar kennen immer noch nicht alle die multimediale Online-Suchmaschine Ms. Dewey von Microsoft. Vor allem zwischen den Suchen ist hier wirklich Spaßigkeit angesagt. Also einfach mal warten und nichts tun und ein bisschen vor dem Monitor dösen…

Letzte Runde einer großen Geschichte

von Björn Eichstädt

Das ist jetzt vielleicht peinlich. Aber ich stehe dazu: Die Rocky-Serie hat mich sehr geprägt in meiner Jugend. Klar, viel American Dream dabei, alles etwas überzogen, aber doch eine schöne Geschichte über den Willen etwas zu tun, sich nicht in sein Schicksal zu fügen, etwas anzupacken und vor allem: Nicht immer auf die anderen zu hören, die einen im Zweifel für irre halten.

Schöne Filme waren das – bis Rocky 5 kam und viel kaputt gemacht hat. Doch jetzt ist Sylvester Stallone mit seinem Rocky wieder da, um eine letzte Runde zu kämpfen. Und die Interviews, die Stallone derzeit gibt, um PR für sein neues Werk zu machen – wie zum Beispiel hier in der Süddeutschen – machen wirklich Lust auf den Film, der am 8.2. in den deutschen Kinos startet. Und Lust macht natürlich auch der Trailer.

War das jetzt peinlich?

Der Winter ist da!

von Björn Eichstädt

Zumindest in Baden-Württemberg und Bayern hat es gestern Nacht anständig geschneit. Auch hier vor dem Fenster meines Büros bei Storymaker in Tübingen ist alles weiß und die Mitarbeiter, die aus Stuttgart anfahren, haben sich auch schon deutlich verspätet. Trotzdem schön, wenn es draußen weiß und still und leise wird.

Ergänzung: Ja, und jetzt stehen zwei Mitarbeiter mitten auf der Strecke in ihren Zügen – und nichts geht mehr. Denn: Wir haben jetzt wieder Chaos!

Fragen über Fragen

von Björn Eichstädt

Heute findet ein Workshop an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart statt. 13 Studenten sitzen vor mir. Sie alle haben Fragen zum Thema Web 2.0 und ich werde versuchen, diese möglichst eingehend zu bearbeiten. Damit wir auch noch ein bisschen Interaktivität dabei haben, hier die Fragen – ich freue mich, wenn der ein oder andere Leser seine Antworten zusätzlich gibt….

Pascal: Wie wird Web 2.0 genutzt von den Usern?

Simone: Was soll das alles?

Sarah: Welche positiven Effekte kann Web 2.0 im Marketing leisten? Welche negativen Beiträge?

Maria: Muss Marketing im Web 2.0 offensichtlich sein oder kann man auch “anonym” werben?

Florian: Was verspricht sich die Marketing/PR-Szene von Web 2.0?

Tobias: Welche Neuerungen bringt Web 2.0 überhaupt?

Thorsten: Weblogs? Sind das überhaupt sinnvolle Marketing-Instrumente?

Jens: Urheberrechtsverletzungen? Wie sieht es damit aus?

Katrin: Wie kann man Weblogs effektiv kontrollieren? Welche Methoden gibt es da?

Timo: Haftung für bloggende Amokläufer?

Atanas: Neue Geschäftsmodelle – welche Möglichkeiten gibt es durch Web 2.0?

Judith: Würde es Sinn machen Beiträge in Blogs ähnlich Second Life über Avatare zu visualisieren?

Alexandra: Warum heißt das alles Web 2.0? Und was ist mit Web 3.0???

Christoph: Wie kann man Web 2.0-Ansätze mit traditionellen Communities verbinden?

In Berlin Friedrichshain kommt die Wurst in Beutel

von Stephan König

Der Friedrichshain ist dafür bekannt, dass er – ich sage es frei heraus – zugeschissen ist. Dass Hunde keine Hemmungen haben ihre Geschäfte überall zu verrichten, ist klar. Dass den Tieren von ihren freiheitsliebenden Herrchen hier keine Beschränkungen auferlegt werden, das ist offensichtlich. Bisweilen spürt man es auch unter der Sohle.

Vor etwa einem Jahr fühlte sich eine Initiative von Hundebestitzern dazu gemüßigt gegen dieses Übel anzugehen. Die Idee war gut, die Kampagne dazu schlecht. Die Wurst sollte in spezielle Plastikbeutel statt auf die Straße. Flotte Sprüche wie: „Tüten kann man nicht nur rauchen, sondern auch zum Kacke sammeln gebrauchen.“, sollten die Hundebesitzer animieren mitzumachen. Erstaunlich, dass trotz dieser infantilen Werbeslogans kein Boykott der gesamten Aktion stattfand.

Es ist offensichtlich, dass ich dieser Aktion ihrer Vermarktung wegen sehr skeptisch gegenüber stand. Diese Haltung hat sich allerdings in den letzten Tagen geändert. Da sah ich eine Spenderbox für Hundekacketüten in Lebensgröße auf der Straße herum laufen. Um sie gesellte sich eine Gruppe der „Kot in Beutel“- Initiative und des Ordnungsamtes Berlin. Wegen ihrer Unauffälligkeit schwer auszumachen, aber sicher auch mit dabei einige Reporter der Regionalpresse.

Die bereits beschriebene hilflose Art der Plakatkampagne für dieses Projekt setzte sich in dieser Liveaktion fort. Der gesamte Auftritt wirkte fröhlich, aber gequält. Bezaubernd war allerdings die Tatsache, dass der Tütenspender mit seinen Händen ständig in seinem Genitalbereich herum fummeln musste, um Tüten abzureißen. Wollte sich jemand selber eine Tüte greifen, war ihm das offensichtlich äußerst unangenehm.

Ich wünsche dieser fast gelungenen PR-Aktion dieser Unternehmung ab jetzt alles Gute. Zum einen damit unsere Straßen sauberer werden. Zum anderen, da ich hoffe auf weitere skurrile Events aus dem Hause „Kot in Beutel“- Initiative zu treffen. Selbstverständlich halte ich Sie auf dem Laufenden.

Stimmen im Sturm

von Björn Eichstädt

Den Titel dieses Beitrags hat der ein oder andere vielleicht schon gelesen – denn ich habe ihn mir aus der Krisenkommunikations-Titelgeschichte des Magazins “profile” geborgt, das unser Kunde Observer Argus Media zweimal im Jahr als Kundenzeitschrift herausbringt. Auf dem Cover sieht man einen Mann im Regen, der aussieht wie die Sylter Korrespondenten der Nachrichtensendungen gestern nachmittag und in der Nacht. Wie begossene Pudel eben.

Nass war es bislang, das ja. Und es fielen Bäume auf die Straße, Züge aus und bedauernswerter Weise starben auch Menschen. Doch, ob man deswegen von “Chaos in ganz Deutschland” sprechen muss, wie die BILD heute morgen, von Toten und Verwüstung, so wie das Manager Magazin, das ist eine andere Frage.

Dieser Sturm ist vor allem auch ein Medien-Sturm. Denn die Kommunikation, etwa der Bahn, an der ich ja nicht immer ein gutes Haar lassen mag, funktionierte – und war alles andere, aber kein Chaos. Gestern abend gegen 18 Uhr setzte mich am Agenturstandort Tübingen jedenfalls in den Zug, um nach München Richtung Home-Office zu fahren. Und wie es aussah, drüben in Bayern wo der Sturm stärker wütete, das konnte ich per UMTS-Card und damit mobilem Internetzugang jederzeit nachlesen. Auch nach Feierabend stellten die Krisenkommunikatoren der Bahn regelmäßig Infos ins Netz. Intern (bei den Schaffnern und Zugführern) war vieles noch nicht angekommen, aber die kamen dann auch irgendwann zu mir, um News zu erfahren.

Auch in München selbst, nach nicht einmal einstündiger Verspätung wegen umgestürzter Bäume vor Pasing, war alles eher ruhig. Sehr ruhig kann man sagen. So habe ich die Anzeigentafel am Hauptbahnhof jedenfalls noch nicht erlebt.

Aber Chaos? Verwüstung? In ganz Deutschland? In den Nachrichten später am Abend sah ich dann auch, dass München besonders stark betroffen wurde. Und dann heute morgen am Marienplatz sah ich es auch.

Ja, das ist das Chaos in einem Land, in dem die Normalität durch die schwäbische Kehrwoche definiert wird. Und die Realität durch die Medien. Dass natürlich schlimme Einzelschicksale immer die Ausnahme von der Regel bilden, das ist mir bewusst. Aber Kyrill war trotzdem kein Tsunami.