Storyblogger - Weblog für Public Relations

Der Traum eines jeden Interviewers

von Björn Eichstädt

Ich war mir so sicher, dass ich das bereits gepostet hatte, als ich heute drüben bei Thomas Knüwer das schöne Kinski-Interview gesehen habe.

Es war vor Monaten eine meiner ersten YouTube-Handlungen, nach Kinski-Interviews zu suchen. Doch jetzt habe ich entdeckt, dass ich das damals nur per Mail rumgeschickt hatte. Dieses hier ist mein liebstes – und hier sollte man sich einmal vorstellen, Kinski hätte ein Medientraining gemacht und hätte immer einen PR-Berater im Hintergrund gehabt, der schaut, dass er ja nichts Falsches sagt. Nicht auszudenken – Authentizität ist eben auch in wichtiger Faktor in der Medienarbeit, hier besonders deutlich.

Nachtrag: Und dann sieht man, dass es auch anders geht. Scheint also an beiden Seiten zu liegen, wie so ein Gespräch bei einem Individuum wie Kinski verläuft bzw. verlief.

Ein Recht auf vernünftige Umsetzung

von Björn Eichstädt

Meinhard von Gerkan dürfte sich freuen. Sein Entwurf des neuen Berliner Bahnhofs ist Kunst – und darf damit nicht aus schnöden Finanzgesichtspunkten vom Auftraggeber, also der Deutschen Bahn, verunstaltet werden. So wurde das heute gerichtlich entschieden.

Ach, höre ich jetzt die Kollegen und Kolleginnen in den Agenturen der Republik seufzen: Wenn das doch für die Ideen und Konzepte von Agenturen, sei dies in der PR oder der Werbung, auch gelten würde. Ja, Kunst sind solche Konzepte eher selten, aber gerade in ihrer Funktionalität werden sie durch den ein oder anderen Rotstift doch immer wieder entstellt. Vielleicht ist der Protest gegen die Verunstaltung an dieser Stelle aber manchmal einfach auch zu leise – wobei ich nicht für den rechtlichen Weg plädiere, manchmal tun es vielleicht auch überzeugendere Argumente.

Ein Sonntag im Museum

von Tina Lang-Stuart

Am Sonntag habe ich nach langer Zeit mal wieder das Isabella Stewart Gardner Museum in Boston besucht, das ein Sammelsurium an Kunstschätzen aus aller Welt beherbergt, das die Kunstmäzenin Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen getragen hat. Vorbild für das Museum war ein venezianischer Palast, der mit seinem wunderschönen, grünen Innenhof auch nach dem Museumsbesuch noch zum Verweilen einlädt. Da saß ich also gestern und blätterte in der Broschüre „This Season at the Gardner“ und stolperte über ein gutes Stück „Social Media“.

Wie viele Museen bietet auch das Isabella Stewart Gardner klassische Konzerte an. Der dunkle, schwere, von Kunst überladene Tapestry Room ist geradezu ideal dafür. Um den Kunstinteressierten der Bostoner Society (und allen, die einfach mal hineinschnuppern wollen) diese Konzerte näher zu bringen, hat das Museum im Herbst eine neue Podcastserie gestartet. Lässt sich ganz einfach herunterladen, kann abonniert werden und, wenn man hineinhört, entdeckt man auch gleich den Button zum Bestellen der Musikstücke (schließlich ist bald Weihnachten). Wer auch immer für diese Podcasts verantwortlich ist, versteht es Altes mit Neuem zu verbinden!

Ach, Social Media kann so schön im Dienste der Kunst stehen!

Seltsame PR-Blüten für Waffenhändler

von Björn Eichstädt

Gestern abend traute ich meinen Augen nicht, als ich das heute journal im ZDF sah. Groß prangte da das Logo des Internet-Auktionshauses eGun auf dem Bildschirm – dem Unternehmen, das dem Amokläufer von Emsdetten als Online-Waffenlieferant diente.

Nun haben wir ja bereits gelernt, dass da nichts Unrechtes passiert ist, zumindest nicht seitens des Darmstädter Unternehmens. Aber ganz ehrlich: Muss ich deswegen jeden potenziellen Amokläufer darauf aufmerksam machen, wo er seine Waffen beziehen kann und das auch noch ganz legal?

Ergänzung: Einen schönen Kommentar liefert heute auch die taz in ihrer “Gurke des Tages”.

Geschenkwahnsinn

von Steffi Wolter

Ich habe hier ja schon einmal meine Bedenken bezüglich des Geisteszustands von Tom Cruise geäußert. In der letzten Woche haben sich die Schlagzeilen überschlagen – klar, angesichts der bevorstehenden scientologischen Vermählung von Tom und Katie – genannt TomKat. Was aber bewegt einen erwachsenen Mann dazu, die erste Windelfüllung seines Nachwuchses vergolden zu lassen??? Und was steckt hinter dem geheimnisvollen Geschenkritual der Scientologen – Kamm, Katze, Kochtopf? Womöglich gar nichts??? Letztendlich zeigt sich Sekten-Tom aber doch großzügig und stinknormal-neureich. Was mich zu dem Fazit veranlasst, dass sich hinter dem ganzen Brimborium halt doch nur ein Langweiler verbirgt. Schade ist es um die Katie.

Web-Weihnachten # 2

von Björn Eichstädt

Jetzt dachte ich, ich sei früh dran mit meinen Weihnachts-Shopping-Tipps. Und dann sowas: Der Versandhändler Otto hat ein Geschenketipp-Blog gestartet. Vom Wording her muss da noch ein bisschen was geschehen, die Idee ist aber die richtige.

Web-Weihnachten # 1

von Björn Eichstädt

Die KW 47 hat heute begonnen. In KW 51 ist bereits Weihnachten. Also: Noch 4 Wochen bis Weihnachten! Naja, also zumindest so ungefähr. Bis Heilig Abend gibt es nun Tipps für wundervolles Online-Shopping, um die Liebsten zu beglücken.

Asien liegt im Trend. Nicht nur, weil wir hier über China schreiben. Waren, Filme, Musik und Comics aus Asien liegen vor allem bei den Kids voll im Trend. Da kommt das Online-Portal Yesasia.com gerade recht. Hier kann man – in Amazon-Optik – seit 1998 alles aus Asien kaufen, was im weitesten Sinne mit Entertainment zu tun hat: Musik, DVDs, Spielzeug etc. aus Thailand, Japan, China, Taiwan oder Korea. Zum Stöbern für die festlichen Tage, und auch mal so, ist diese Seite bestens geeignet.

Bild Dir Deine Meinung über Wikipedia!

von Björn Eichstädt

Ja, das Web 2.0, das ist für so manch etabliertes Medium eine blöde Geschichte. Deshalb sucht die BILD auch Fehler in Wikipedia. Doch alles, was bisher entdeckt wurde, ist leider nicht der Rede wert, auch wenn BILD gerne einen Skandal finden möchte. Doch da ist das Web 2.0 mal wieder schneller; der Netz-eigene Recherchedienst BILDblog hat schon wieder herausgefunden, wie schlimm die Fehler in Wikipedia wirklich sind.

Das Kollektiv gegen den Einzelnen

von Björn Eichstädt

Der ein oder andere Leser mag sich derzeit wundern, wieso hier so wenig los ist. Nun, die Antwort ist recht einfach: Es gibt Projekte, die die volle Zeit und Aufmerksamkeit erfordern, während deren Laufzeit man tatsächlich nicht dazu kommt, sich über das aktuelle Geschehen im Netz auf dem Laufenden zu halten. Und ganz ehrlich: So schlimm ist das auch nicht.

Trotzdem finde ich, dass die aktuelle Diskussion, die Jaron Lanier anzustoßen versucht, ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Denn: Kollektivismus kann tatsächlich zum Problem werden, wenn Meinungen eben nur Second-Hand-Ware, woanders abgeschrieben, nicht verifiziert oder im Zweifel sogar negative Kampagne sind. Ich stimme Lanier zwar nicht in all seinen Kritikpunkten zu, aber: Wiki-Intelligenz ist bestimmt nichts, was die Welt grundlegend weiterbringt, grundlegende neue Ideen kamen immer von Individuen und nie von einem Kollektiv. Das ist etwas, das man sich immer wieder vor Augen führen muss, wenn man die Intelligenz des Netzes beschwören will. Doch mit diesem Bewusstsein ist das Internet eben das, was es so großartig macht: Ein tolles Hilfsmittel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Darf ich mal kurz…?

von Steffi Wolter

Also bei der Beschreibung eines typischen Arbeitstages finde ich mich total wieder. Ich habe mir auch schon ernsthaft überlegt, ob ich anders überhaupt noch arbeiten könnte? Alles im Alltag ist auf Unterbrechungen ausgelegt, Fernsehsendungen werden durch Werbung unterbrochen, beim privaten Telefon gibt es die Anklopf-Vorrichtung, surft man im Internet, ploppt der Instant-Messenger auf. Es überrascht ja, dass man es tatsächlich noch schafft, einen ganzen Kinofilm am Stück anzuschauen.

Ich glaube allerdings: einen Schritt zurück kann es nicht mehr geben, wie immer und überall. Anpassung ist hier gefragt. Auch auf die Gefahr hin, dass alles immer oberflächlicher, weil schneller und dünner wird.