Storyblogger - Weblog für Public Relations

Der Skandal um die Fuwa-Macher

von Björn Eichstädt

Die süßen Fuwa. Und jetzt sowas. Die Herstellerfirma der Olympischen Maskottchen für Beijing 2008 ist laut Shanghai Daily in einen handfesten Skandal verwickelt.

Dass Maskottchen für Hersteller nicht unbedingt ein gutes Omen sind, das haben wir ja zuletzt auch schon erlebt.

Personality PR für Jürgen Klinsmann #10

von Björn Eichstädt

Bevor alle schreien, hier gleich die vorauseilende Personality PR für Jürgen Klinsmann. Ich hatte mich ja schon im Vorfeld und während der WM mit Klinsmann und seinem Verhältnis zu den Medien auseinander gesetzt. Und ich bin jetzt sicher – nach dieser Meldung wird es wieder Schelte von allen Seiten geben.

Um also gleich vorauszueilen: Nein, Klinsmann ist kein Vaterlandsverräter, er möchte schlicht in den USA leben, das ständige Pendeln war für ihn zu viel, die Kämpfe mit dem DFB sowieso. In den USA wird er mit seinem Ansätzen mit offenen Armen empfangen werden – ich kann ihn gut verstehen. Und er hat ja mit Löw auch einen potenten Nachfolger hinterlassen, die Deutschen also auch nicht hängen lassen. Egal wer das in den nächsten Tagen schreiben wird – und irgendwer wird es sicher tun – der hat schlicht und ergreifend UNRECHT. Ich bleibe dran.

Reisevideos und ein weiterer Schritt im Web 2.0

von Björn Eichstädt

Spezialisierung ist die neue Marktchance im Web 2.0. Die großen allgemeinen Portale wie YouTube, Flickr und Co sind zwar gesetzt, doch wer ein kleines, feines Plätzchen für sich entdeckt, der kann mit Special-Interest-Content durchaus punkten. So wie Travelistic, ein Videoportal für Reisevideos.

Eindrücke bekommt man mit dem bewegten Bild auf jeden Fall ganz andere, als auf einer normalen Reisewebsite, die maximal mit Fotos arbeitet. Etwa von Shanghai, auch wenn manches noch ein bisschen amateurig daherkommt. Vielleicht gibt das ein paar zusätzliche Eindrücke zur vergangenen China-Woche hier im Storyblogger.

Ergänzung: Die Sachen bei YouTube sind trotzdem noch besser, wie ich gerade herausgefunden habe.

Fuwa vs. Friendlies

von Björn Eichstädt

Nachdem die Olympischen Maskottchen, ehemals Friendlies, in Fuwa umbenannt wurden, ist eine Debatte entbrannt, die die China Daily in einer Pro-und-Kontra-Argumentation aufgenommen hat. Nachdem vor allem Storymaker-Mitarbeiterin Steffi die kleinen Dinger zu lieben scheint, werde ich an dem Thema dranbleiben.

Um sich auch weiterhin über China auf dem Laufenden zu halten, empfehle ich den Lesern die China Daily und die Shanghai Daily als englischsprachige Medien mit gutem Online-Auftritt. Die Shanghai Daily verfügt auch über RSS-Feeds. Die South China Morning Post funktioniert online leider nur für Abo-Besitzer.

PONSblog ausgezeichnet

von Björn Eichstädt

PONSblog, das Weblog, das unsere Agentur Storymaker gemeinsam mit PONS konzipiert hat, ist von Eltern for Family und Hewlett Packard mit der GIGA-Maus ausgezeichnet worden. Die Begründung der Jury: “Eine ideale Kombination „Bloggen und Englisch lernen in einem Portal!” Da sind wir natürlich stolz drauf, das Blog entwickelt sich inhaltlich auch wirklich gut. Wer sein Englisch mal anders auf Vordermann bringen will, der sollte reinschauen.

Irren ist menschlich

von Tina Lang-Stuart

Nach soviel bunten Geschichten aus China ist es Zeit, mal wieder aus USA 2.0 zu berichten. Wir befinden uns im Post-Edelman-hat-sich-für-den-Wal-Mart-flog-entschuldigt-Zeitalter. Hat die amerikanische 2.0 Blogosphere nun einen Knacks bekommen?

Ja, weil eine global und hoch angesehene Agentur, ein bekannter und geschätzter Agenturchef und einer der berühmtesten amerikanischen Blogger, die sich zudem noch am WOMMA Code of Ethics beteiligt haben, einen schweren Social-Media-Faux-Pas begangen haben, der sich auch mit Hilfe von ernst gemeinten Entschuldigungen und einer Reihe von internen Code-of-Ethics-Kampagnen nicht so einfach aus der Welt schaffen läßt.

Nein, weil diese Episode ganz deutlich zeigt, wie unausgegoren die 2.0-Welt noch ist, wie viel wir alle noch lernen müssen und wie schnell man einen gravierenden Fehler begehen kann. Es ist ganz natürlich, dass man mit Technologien & Methoden, die noch in den Kinderschuhen stecken, experimentiert. Dieses Experiment ist – wie soviele künstlich zusammengemischte Substanzen im Chemieunterricht – explodiert!

Werden wir daraus lernen? Was meint Ihr?

Weiterhin Neues aus Shanghai

von Björn Eichstädt

Nachdem die Zugriffe in der vergangenen Woche, währende der China-Woche, stark nach oben gegangen sind, werden wir auch künftig mehr über China schreiben. Vor Ort ist natürlich nur hin und wieder möglich, dafür gibt es jetzt aber den ShanghaiBLOG-Link in meiner Blogroll. Hier gibt es regelmäßig neue Impressionen, etwa zum neuen “chinesischen BMW”.

Werbewunder China

von Björn Eichstädt

Vor ein paar Tagen habe ich mich ja schon einmal mit Werbung in China beschäftigt. Dabei ging es vor allem um die Präsenz oder Nichtpräsenz deutscher Unternehmen auf den großen Plakatwänden im Reich der Mitte. Doch selbst die deutschen Firmen, die das ein oder andere Mal auftauchen, werben erstaunlich konventionell. Dabei ist die Werbelandschaft in Shanghai und Peking wohl so innovativ und multimedial, wie sonst nirgendwo auf dem Planeten. Deshalb möchte ich als letzten Eintrag aus China (morgen früh geht es zurück in die Heimat) eine Sammlung der spannendsten Werbeansätze im öffentlichen Raum Chinas präsentieren . Eine kleine, knallbunte Bildergalerie.

Zunächst ein mobiler LED-Screen auf einem Boot auf dem Huangpu-Fluss.

Multimediale City Lights mit integrierten Schriftlaufbändern, die sich überall in Shanghai finden.

Der gleiche Ansatz in Peking – eingelassen in Brückenpfeiler.

Die identische Idee in riesig und gebogen – an einem Shanghaier Wolkenkratzer.

Eher konventionell, aber trotzdem beliebt: Die riesige Leuchtreklame.

Dann etwas, das ich so noch nie gesehen habe – Gepäckband am Pekinger Flughafen.

Das Taxi wird in China zur Werbefläche, außen aber vor allem auch innen.

In den meisten Shanhaier Taxis hängen sogar kleine Bildschirme, auf denen Werbefilme laufen (diese gibt es inzwischen auch in fast jedem Aufzug).

Gigantisch, megariesig, einfach ein Superlativ? Kein Problem für Shanghai, wo “normale” Plakate oft so aussehen (s. Menschen im Größenvergleich).

Und zu guter letzt (also – es gibt viel mehr, das ist quasi nur das, was einem auf der Straße begegnet – von Indoor-Reklame will ich hier gar nicht sprechen) noch ein Straßenzug, der wie ein Wohnzimmer gestaltet wurde – mit City-Lights in den “Fenstern”.

In Chinas Werbewelt tobt die Gigantomanie – aber eben auch die Zukunft, denn die hier ansässigen ausländischen Firmen, vor allem aus den USA und Japan, investieren fleißig in diese neuen Werbeformen, während sie hierzulande keinen Cent mehr für Anzeigen ausgeben. Wo aus Sicht der internationalen Wirtschaft die Zukunft liegt, das macht dieses Faktum ein weiteres Mal deutlich. Mit dieser Einschätzung verabschiede ich mich aus China. Ich hoffe, dass der ein oder andere interessante Aspekt für die Leser dabei war, die mich ab Montag wieder mit Betrachtungen aus Deutschland lesen können. Über Kommentare zu dieser China-Strecke freue ich mich natürlich!

Neue Erkenntnisse

von Björn Eichstädt

Gestern abend haben wir hier in Shanghai die Hauptveranstaltung unserer Reise erfolgreich durchgeführt. Im Rahmen einer von Storymaker organisierten und ausgerichteten Veranstaltung in der wunderbaren Villa du Lac sprachen Gina Hardebeck und Heidi Haug mit Wolfgang Kohl, Geschäftsführer von Gruner + Jahr China und Li Xiguang, dem Leiter der School of Journalism and Communication an der legendären Pekinger Tsinghua University. Beide brachten als Referenten und Diskussionspartner unterschiedliche und spannende Perspektiven über den chinesischen Medienmarkt ein. Knapp 30 Teilnehmer diskutierten ausgiebig mit den Referenten und saßen bis in den späten Abend miteinander am Tisch. Aus unserer Sicht ein gelungener Austausch.

Aus deutscher Sicht waren für mich besonders die Ausführungen von Li Xiguang spannend, ein kontroverser Kopf, der mehr als einmal das traditionelle Bild von Zensur und Regierungsmedienmacht in China ankratzen konnte.

Einen kleinen Einblick in seine Argumentationsweise bieten auch Webinterviews mit Li Xiguang, die ich über Google gefunden haben. Hier das eine und dort das andere. Diese Gespräche sind nicht brandaktuell, sie geben aber einen Eindruck. Ein ganz neues wird es demnächst in Storyletter, dem Newsletter von Storymaker geben. Hier kann man es dann nachlesendort abonnieren.

Back to Business

von Björn Eichstädt

Nachdem einige nun bereits per Email auch immer wieder nach den Business-Aspekten dieser China-Reise gefragt haben – ja klar, wir fahren hier nicht rum und fotografieren Maskottchen. Das ist ein Nebeneffekt.

In China scheint es derzeit wieder viele interessante Optionen zu geben; wir treffen viele potenzielle Kunden, Partner oder Mitarbeiter. Die Atmosphäre ist überall offen, jeder dazu bereit, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Denn auch die Etablierten stochern häufig genug noch im Nebel. Es haben sich viele neue Ideen für Projekte und Produkte ergeben – dazu mehr, wenn die Dinge spruchreif sind. Denn auch für uns gilt eine Regel, die in China universell zu sein scheint: Vieles ist möglich, sicher ist wenig. Das macht das alles so spannend, aber Versicherungen für das weitere Vorgehen gibt es selten.