von Björn Eichstädt
Ja, ab und zu muss das mal sein: Bisschen ausspannen, um dann wieder mit voller Kraft weiterzumachen. Deswegen geht es ab Sonntag in Richtung Süden und hier wird es am 10. Juli in alter Frische weitergehen – dann ist ja Argentinien auch Weltmeister und hier kehrt wieder etwas Ruhe ein.
Text und Illustration von Stephan König
Als Björn Eichstädt mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, etwas zum Storyblogger beizutragen, war ich gern dabei. Ich war sogar so gern und schnell dabei, dass ich jeden Anstand vergaß. Nach diesem ersten Beitrag wissen Sie gar nicht so recht, mit wem Sie es zu tun haben und was Sie weiterhin von mir erwarten dürfen. Diesen Fauxpas möchte ich mit diesem Beitrag wieder gut machen.
Ich freue mich Ihnen hiermit bekannt zu geben, dass sich meine weiteren Einträge mit dem Letzten von der Marketing- und PR-Front beschäftigen werden. Mich wird dabei die Frage interessieren, welche immer neuen, mehr und vor allem weniger raffinierten, Trends versuchen die Schlacht um die Herzen und Börsen der Kunden zu gewinnen. Der Gefahr auf diesem Schlachtfeld zerrieben zu werden ins Gesicht lachend, habe ich den Stahlhelm aufgesetzt und werde für Sie hautnah vom aktuellen Geschehen berichten.
Ich hoffe, Sie freuen sich genauso wie ich auf eine bunte Reise durch die Welt des vielleicht Unmöglichen aber Machbaren.
von Björn Eichstädt
Langsam wird mir das unheimlich. Gestern noch berichtete Klaus Eck vom PR-Blogger über das Update der Liste Top 100 Business Blogs. Da war ich natürlich gespannt und war dann auch noch sehr erfreut, den Storyblogger erstmals unter den Top 100 auf Position 73 zu finden. Kaum später lag ich auf 72 – dann auf einmal auf 93. Wo ich jetzt gerade stehe, weiß ich nicht, nur, dass die Liste bislang eigentlich immer statisch war.
Auch die gestern von den Initiatoren versendete Pressemitteilung zum Thema war auf einmal nicht mehr aktuell, da der Shopblogger keineswegs mehr der Sieger ist… Pressemitteilung mit einem Tag Verfallszeit. Da kommt doch keine Redaktion mehr mit. Und andere kennen das Problem auch schon. Herr Eck, was ist da los? Mal schauen, ob wenigstens Blogger schnell Aufklärung bringen.
von Björn Eichstädt
Ich bin durch die Diskussion drüben bei Björn 2 drauf gestoßen: Die Bahn macht mal wieder Mist.
Eigentlich wollte man ja bis zur WM alle Mitarbeiter auf Englisch trimmen, warb dafür in der Kundenzeitschrift und übte schon seit April oder Mai ganz fleißig im ICE, was immer wieder für Heiterkeit sorgte. Und neben Englisch sollten ja noch so viele andere Sprachen gesprochen werden. Und auch online hat sich bei der Bahn einiges getan. Erstmal Hut ab. Nur: Dass das Eigentliche dann vollkommen aus den Augen verloren wird, dass Spielergebnisse, wenn überhaupt mal, dann nur auf Deutsch durchgegeben werden, obwohl der ganze Zug vollgestopft ist mit der Welt, die ja zu Gast bei Freunden ist, das will man nicht so recht begreifen.
Auf der anderen Seite: “FIFA World Cup Germany 2006: A Time to Make Friends”. Und wer hat nicht schon gute Freundschaften geschlossen, indem er einfach den Nachbarn im Zug fragte: “What did he just say?” Na also. Und dazu fällt mir noch ein Motto ein, das sich die Bahn dann beim nächsten Großereignis auf die Fahnen schreiben kann, wenn es wahrscheinlich besser läuft:
“Sich an den Anderen in der Sprache des Anderen zu richten, ist, wie es scheint, die Bedingung jeder möglichen Gerechtigkeit.”
(Jaques Derrida)
von Tina Lang-Stuart
Ganz zaghaft habe ich zu Anfang der WM in meinem Wohnzimmer eine schwarz-rot-goldene Fussball-Girlande und ein paar deutsche Tischfußballflaggen aufgehängt und aufgestellt. Jede laute Zur-Schau-Stellung meines Deutschtums habe ich bis jetzt vermieden – aus guten und historischen Gründen.
Hier in Amerika ist dieser Scham vor Patriotismus und seiner Auslebung natürlich vollkommen fehl am Platz. Schon seit dem Memorial Day von einigen Wochen, an dem Amerika seine Kriegsveteranen feiert, sind die Straßen und Parks sowie viele einzelne Häuser mit winzigen, kleinen, großen und riesigen Flaggen- und Flaggenvarianten dekoriert. Letzte Woche war Flag Day und PR-Bloggerin Kami Huyse, die an diesem Tag Geburtstag hat, rief dazu auf den Flaggentag zum Feiertag zu machen. Und vom 4th-of-July-Wochenende gany zu schweigen – die vielen Umzüge, die an ganz Amerika stattfinden, strotzen nur so vor weißen Sternen auf blauem Hintegrung gepaart mit roten und weißen Streifen. Bloggen würde darüber keiner, denn hier ist das ganz normal.
Ein Kollege, der weiß, dass ich schon seit Wochen der WM entgegenfiebere, hat mich diese Woche ganz verwundert gefragt, warum ich kein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer in meinem Büro habe. Ein Blick in seine Augen verriet, dass er keine meiner Erklärungen verstehen würde. Also habe ich etwas geschwindelt und ihm erzählt, dass mein Wohnzimmer zu Hause dafür in Deutschland-Memorabilia erstickt. Da war er zufrieden und beglückt.
Denn sein Bild von Deutschland ist geprägt von den vielen schwarz-rot-goldenen T-Shirts, Shorts, Hüten, Perücken, Kriegsbemalungen, Rasseln, Stirnbändern, Armbändern, Fahnen und Flaggen in allen Größen, die er im Fernsehen in den deutschen Stadien und Straßen sieht. Was er da sieht ist ganz nach seinem amerikanischen Geschmack!
Björn Eichstädt
Am Samstag war es so weit: Der Zoo Frankfurt kann wohl eine neue Spezies in sein Programm schreiben. Fünf der sieben Zooblogologen trafen sich in FFM, und es hat sogar jemand ein Bild gemacht, das es nun auf der Website des Frankfurter Zoos zu bewundern gibt – fünf Jungs strecken sich der Sonne entgegen.
von Björn Eichstädt
PONS, der bekannte Anbieter von Sprachlernmaterialien und Kunde unserer Agentur Storymaker, startet heute ins Web 2.0. Im PONSblog schreibt der Brite Michael Jackson auf Englisch aus dem Vereinigten Königreich zu Kultur, Sport und Politik. Die Texte verlinken nicht nur nach extern, eine zweite Linkebene verweist auf das PONS-Onlinewörterbuch PONSline, das schwierige Worte direkt als deutsche Übersetzung bereithält. Außerdem ist das Wörterbuch in den Blog integriert, so dass auch alle weiteren Worte, etwa die, die man zur englischsprachigen Kommentierung benötigt, auch direkt verfügbar sind. Des weiteren bietet PONS im PONScast Sprachlektionen als mp3 zum Download an. Ich bin gespannt, wie das Konzept ankommt. Auf jeden Fall ein interessanter und schlüssiger Einsatz für Blog und Podcast – das ist jedenfalls meine Meinung. Wie findet Ihr’s?
von Björn Eichstädt
Na, wenn das nicht mal ein nützliches Tool ist: Gerade per Meldung bei mir reingekommen. Ein 25-jähriger Student des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts hat ein Tool namens FootieFox entwickelt, das den armen Büroarbeitern (also zum Beispiel mir) immer anzeigt, wenn ein Tor gefallen ist. Klasse Geschichte. Das Ganze ist – das kann man dem Namen entnehmen – auf Firefox ausgerichtet und man kann es einfach im Netz runterladen.
Die Funktionen laut Website: Darstellung aktueller Fußballspielstände in der Statusbar , alle Spiele im Überblick in der konfigurierbaren Konferenzdarstellung, Unterstützung von über 18 europäischen Ligen plus einiger internationaler Turniere, visueller und akkustischer Alarm wenn ein Tor fällt, Startzeiten der Spiele werden in Ortszeit angezeigt, Ländernamen der WM-Teilnehmer werden übersetzt und so weiter. Und zudem: Der Erfinder Boris Ruf kommt auch noch aus Tübingen, dem Agentursitz von Storymaker von wo aus ich diese Meldung schreibe. Also wenn das nicht gleich mehrere Gründe sind….
von Björn Eichstädt
Das könnte allerdings ein Schub sein für das Web 2.0-Thema: Angela Merkel gibt per PVodcast künftig wöchentliche Regierungserklärungen an die Bevölkerung ab. Morgen startet das Ganze – klaro: Zum Thema WM. Aber in den Folgewochen soll es dann um handfeste Politik gehen, darum, dem Volk die Politik näher zu bringen.
Prinzipiell eine schicke Geschichte – wobei ich an dieser Stelle den Einsatz eines Weblogs interessanter gefunden hätte – denn mit Kommentarfunktion wäre das ja schon fast sowas wie direkte Demokratie, zumindest wie Bürgersprechstunde. Ob die breite schweigende Mehrheit allerdings per PVodcast erreicht werden kann, das ist eine andere Frage. Ich denke allerdings, dass wir alle morgen ab 16 Uhr eine Datei von dieser Seite laden werden.
von Björn Eichstädt
Jetzt wird auch noch der arme Problembär zu PR-Zwecken ausgeschlachtet: Die Marke Bärenmarke – kennen wir alle von dieser komischen Kondenzmilch, bei der man sich fragt, wer sowas eigentlich in seinen Kaffee tut – sponsort die unblutige Jagd auf den bayerischen Problembär. Zumindest, wenn man der Richtigkeit in der Berichterstattung der BILD trauen kann.
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