Storyblogger - Weblog für Public Relations

Die neue PR-Hure: Strumpette

von Tina Lang-Stuart

Sie heißt Amanda Chapel – die PR-Hure, über die sich im Moment die Naked Conversations in den USA drehen. Amanda hat Erfahrung (sie hat gute 15 Jahre in Marketing Communications bei namhaften Agenturen für namhafte Klienten von Proctor & Gamble über Porsche zu Anheuser-Busch gearbeitet), Amanda hat Grips (ihren Hochschulabschluss in BWL und italienischer Literatur hat sie mit summa cum laude gemacht), Amanda hat Herz (denn sie engagiert sich für die Organisation „Rette mein Haustier“), Amanda hat einen Sinn für Karriere (sie schlief sowohl mit ihrem Boss als auch mit Klienten), aber Amanda hat vor allem eines: Lust darauf Blogger zu vernaschen.

So schreibt sie ihren ersten langen Post über Steve Rubel, den A-List-Blogger, den sich Edelman unter den Nagel gerissen hat. Steve muss Amanda rüde zurückgewiesen haben (vielleicht steht er nicht auf PR-Huren), denn Amanda spekuliert in voller Breite, wie lange die Edelmänner Steve noch dulden werden, denn er raubt ihnen das Rampenlicht in der Blogoshphere. Pfui Teufel, Amanda! Bleibt bei Deinem Kerngeschäft und überlass das Bloggen den anderen!

Encyclopaedia Britannica versus Wikipedia

von Björn Eichstädt

Es mutet schwer an, wie die Diskussion Printmedium versus Blog, die Blogkumpel Björn H. gerade mal wieder aufgegriffen hat. Die Encyclopedia Britannica wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Wikipedia. Jetzt wirft sie der hochangesehenen Wissenschaftszeitschrift Nature sogar vor, dass sie schlampig gearbeitet hätte, als sie vor kurzem darüber berichtete, dass Wikipedia nur unwesentlich schlechter sei als der Dalai Lama der Großlexika. Geht ja gar nicht. Also muss ein offener Brief her, den die Britannica-Macher nun auch im Web veröffentlicht haben. Eigentlich eine putzige Posse, denn dass Wikipedia bei der nachkommenden Webgeneration bereits gewonnen hat mit ihrem partizipativen Open-Source-Ansatz ist kaum mehr zu leugnen. Teilen und teilhaben ist das Konzept von morgen. Das sollten langsam alle erkennen. Aus den Elfenbeintürmen heraus kann man nicht mehr regieren – man wird sich wohl unters Volk mischen müssen.

Gefunden bei Computerwoche online.

Weltsicht auf Weblogs #1

von Björn Eichstädt

Neue Ideen müssen her. Denn ein Weblog soll vor allem eines: leben. Deswegen gibt es ab heute die neue Rubrik “Weltsicht auf Weblogs”. Hierin gibt eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Menschen ihre Sicht zum Thema Weblogs zum Besten. Ich frage – sie antworten. Und die Frage wird immer die gleiche sein: Wie siehst Du Weblogs?. Die erste Antwort gibt heute Peter Lau, der Schreiber meiner persönlich liebsten Wirtschaftskolumne im Magazin brand eins:

Weblogs? Habe ich mal von gehört. Soll es geben. Ich kenne sogar Leute, die welche betreiben. Habe ich mir angesehen. Die existieren. Besser als nicht. Oder? Andererseits: Die Menschen existieren auch. So wie die Bäume. Und die Fragmentarisierung der Welt. Die Frage ist doch: Will ich zur Fragmentarisierung der Welt, wenn nicht gar zur Fragmentarisierung meiner Selbst beitragen, indem ich mir eine Meinung zu Weblogs, ähm… bilde?, um nicht zu sagen: erarbeite? Mir scheint: Nein.

Und: Sonnenlischt geht wieder kaputt

von Björn Eichstädt

Ja, das war mal eine tolle Hypestory. Und jetzt ist laut Spiegel online wieder alles kaputt. Sobald schnelles Netz und Offline-Copyright-Gesetze aufeinander treffen, kehrt eben wieder die Realität ein. Ein guter Gag war’s aber schon…

All you ever wanted to know about Web 2.0

von Tina Lang-Stuart

Gibt’s hier dank Robert Scoble, A-List-Blogger von Microsoft und „technical evangelist“, wie er sich selbst bezeichnet. Die Liste ist unheimlich umfassend und geht von „Audio 2.0“ bis „Write 2.0“ – wobei „Search 2.0“ besonders robust ausfällt!

Sonnenlischt goes PR

von Björn Eichstädt

Und jetzt kommt auch noch die PR-Ausschlachtung der armen Jungs. Wie schon am Freitag geschrieben, werden die jetzt wohl einmal durch den ganzen Medienkakao gezogen – inklusive Verhypung, Vermarktung, Vergessung. Und nun zunächst mal der Klingelton, heute per Pressemitteilung rausgegangen (nicht bei uns):

„Sonnenlischt“ jetzt bei Jamba

Grup Tekkan – bald an der Spitze der Klingelton-Charts?

Berlin, den 20. März 2006 – Von Null auf Hundert in nur zwei Wochen: Grup Tekkan sind Kult und ab sofort als Klingelton bei Jamba zu haben! Dem Internet sei Dank erklimmen Ismael, Selcuk und Fatih mit ihrem Überraschungshit „Du bist mein Sonnenlicht“ gerade den Pop-Olymp und sind jetzt schon heiße Anwärter auf Platz Eins der Jamba-Klingelton-Charts. Den Klingelton gibt es für alle gängigen Handy-Modelle als Real Music Tone.

Die drei Jungs von Grup Tekkan stammen aus dem pfälzischen Germersheim und haben erst vor einem halben Jahr ihre musikalische Karriere begonnen. Den selbst verfassten Song mit dem eingängigen Refrain „Isch liebe disch“ samt Video nahmen sie in Eigenregie in ihrem Jugendtreff auf und veröffentlichten beides im Internet. Von da an war die Erfolgswelle nicht mehr zu stoppen: Die Community reagierte prompt auf den Song mit dem sympathischen Akzent und machte die Jungs zu Shooting-Stars erster Klasse. „Du bist mein Sonnenlicht“ bescherte den Dreien nicht nur einen Plattenvertrag und den ersten Fernsehauftritt – noch vor der Debüt-Single gibt es ab heute den Song als Klingelton aufs Handy. Also Jungs: Weiter so! Eine Top-Platzierung in den Jamba Klingelton-Charts ist euch sicher!

Die Jamba! GmbH (Web: ; Handy: ; PDA: ) ist einer der weltweit führenden Anbieter für digitale Unterhaltungsangebote. Jamba entwickelt, vermarktet und vermittelt digitale Inhalte und Dienste. Das Angebotsspektrum reicht von Musik, über Grafiken und Spiele bis hin zu Informationsdiensten, die direkt auf mobile Endgeräte per SMS, WAP oder über das Internet bezogen werden können. Jamba-Services sind in über 28 Ländern verfügbar und werden auch über White Label Solutions international bereitgestellt. Die Jamba! GmbH ist Teil von VeriSign, Inc. (Nasdaq: VRSN), dem führenden Anbieter von intelligenten Infrastrukturdiensten für Internet- und Telekommunikationsnetze. Am Berliner Firmensitz sind über 520 Mitarbeiter beschäftigt.

Eine kurze Geschichte aus dem Internet

von Björn Eichstädt

“Wo bist Du, mein Sonnenlicht?” – Eine Frage, die in den nächsten Tagen die Republik erfassen könnte, wie es seit den Tagen von Daniel Küblböck und Zlatko nicht mehr der Fall gewesen ist. Doch diesmal ist keine Container-Show Schuld, kein bescheuertes Reality-TV. Nein: Es ist das Almighty Internet und es ist auch die Blogosphäre. Und der Auslöser war mal wieder – zumindest im zweiten Schritt – der Spreeblick und die bloggenden Journalisten von der Welt.

Zunächst war da die Social Software Site YouTube, eine Broadcast-yourself-Seite. Dann kamen die Blogger. Und schließlich die Menschen, die virales Marketing einfach so betreiben, sprich: Die sowas an ihre Kumpels im Büro nebenan schicken. Jetzt sind die Jungs von Grup Tekkan in der Bunte, beim Raab und auf einem Plattenlabel. Wer noch immer behaupten will, dass das Web 2.0 NICHT alles verändert, der trete bitte vor.

Und hier gibts das Video.

Nachtrag: Inzwischen kann man die CD sogar schon bei Amazon vorbestellen.

Nachtrag vom 20.03.06: Artikel bei Spiegel online

Ein neu entdeckter Ideenpool

von Björn Eichstädt

Manchmal stolpere ich auf meinen Streifzügen durchs Netz mal wieder über hübsche neue (für mich zumindest) Dinge. Eigentlich wollte ich wissen, ob es möglich ist bei World of WarCraft Productplacement zu betreiben. Und dann über zwei bis drei Links und schon war ich bei Brand Noise – einem hervorragenden Weblog als Inspirationsquelle für alle, die neue Kommunikations- und Brandingideen schätzen. Und da es beim Web 2.0 ja auch vor allem ums teilen geht, steht dieser Tipp nun hier.

Who will rock your search?

von Tina Lang-Stuart

Während in Deutschland bis heute die CeBIT alle IT-Schlag- und Blogzeilen beherrscht hat, so bleibt in den USA Google der Liebling der IT- und Finanzmedien. Die Übernahme von Upstartle letzte Woche überzeugte auch die letzten Skeptiker, dass Google nun für den Kampf mit Microsoft gerüstet ist.

Doch halt, ist da nicht noch ’ne andere Firma, die wir beachten sollten? Sollten wir nicht mal rüber zu Yahoo schielen?

Klaus Eck von PR-Blogger hat mich kürzlich mit wunderschönen Flickr Bildern von verschneiten Münchner Biergärten beglückt. Und Flickr gehört seit letztem Jahr zu Yahoo. Ebenso wie del.icio.us (für die, die’s noch nicht wissen: del.icio.us ist im Moment die coolste und kompetenteste Social Bookmarking Site in Nordamerika), das Yahoo noch schnell letzten Dezember erstanden hat. Im Januar folgte dann der Kauf von WebJay, wo Musikfans ihre Lieblingsstücke mit Freunden und jedermann austauschen können.

Und warum sollte sich Google darüber Gedanken machen?

Yahoo hat den Geist der Zeit erkannt. Die Generation der Facebook- und MySpace- Nutzer wird in Zukunft nicht mehr googeln, wenn sie was suchen, sondern mal schnell zu Flickr gehen, um sich das geilste Foto des neuesten iPod Accessory anzusehen. Dann klickt man weiter zu del.icio.us, um nachzusehen, wie andere Gleichgesinnte den neuesten iChic beurteilen. Diese Art der Suche nennt man „social search“.Was sich heute noch nach Zukunftsmusik anhört, wird morgen zur Realität. Und Yahoo wird dabei sein – ganz vorne an der Front. Und Google? Ob der Search-Engine-Gigant da mit mischt, kommt nicht nur auf Google an, sondern vor allem auf unser Suchverhalten!

(Foto von Will Pate über, na klar, Flickr)

Start des Storyblogger-Korrespondentennetzes

von Björn Eichstädt

Ja, Neuerung tut gut und Not. Deshalb hat sich im Hintergrund einiges zusammengebraut, das nun Zug um Zug ausgerollt werden wird. Ab morgen starten die Storyblogger-Korrespondenten ihre Tätigkeit – ein Grund mehr noch öfter reinzuschauen. Den Anfang macht Tina Lang-Stuart, die als Director of Global Strategies bei der Bostoner PR-Agentur SHIFT Communications tätig ist. Sie wird künftig regelmäßig aus den USA über die dortigen Trends berichten. Ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit.

Peu à peu wird das Storyblogger-Korrespondentennetz ausgebaut werden. Eine nächste Ankündigung ist bereits in den Startlöchern.

Storyblogger goes Global. Und wird hoffentlich für die Leser so noch interessanter.