von Katrin Kuch
Seit Menschen anfingen, in Höhlenwände oder Baumstämme zu ritzen gibt es sie: die Infografik. Sie verdichtet eine Fülle an Daten und macht komplexe Sachverhalte im Idealfall auf einen Blick erfassbar. Diese Eigenschaften sind der Grund für ihr großes Revival in den letzten Jahren. Die Menge an Information ist immens gestiegen, gleichzeitig ist die Zeit, die wir zur Rezeption verwenden, gesunken. Wie gut, dass die Infografik hilft, mehr in kürzerer Zeit aufzunehmen. Das verschafft ihr auch ihre Beliebtheit im Social Web: Schnell verstanden, schnell geliket, schnell geteilt.
Ihre Formen sind vielfältig. Sie reichen von einfachen Kuchen- oder Balkendiagrammen bis hin zu interaktiven Stories, die durch Klicken oder Scrollen eine Dramaturgie bekommen und viele Aspekte eines Themas erschließen.
Doch was macht eine gute Infografik aus?
Gute Beispiele:
Schöne Interaktive Infografik über die Menge an Wasser, die wir täglich verbrauchen
Die Entwicklung von Nokia Phones von 1984 bis in die Zukunft
Fakten und Nachrichten ironisch aufgegriffen und visuell sehr schlicht gehalten beim Süddeutsche Zeitung Magazin
Es gibt mittlerweile eine Menge Tools, die das Erstellen von Infografiken erleichtern oder gar abnehmen. Man gibt ein paar Daten ein und – platsch! – da kommt die Visualisierung. Das kann in manchen Fällen recht praktisch sein.
Wie kann man Infografiken in der Unternehmenskommunikation einsetzen?
Als Illustration von Fachartikeln waren Infografiken schon immer in Redaktionen gern gesehen. Sofern die Gestaltung neutral ist, kann die Redaktion das Schaubild einfach übernehmen, oder vom hauseigenen Grafiker ins Redaktionsdesign setzen lassen.
Für die eigenen Unternehmenskanäle im Social Web – Corparate Blog, Facebook-Seite, Twitter, Pinterest, Instagram – können Infografiken über die Communities ihre Geschichte verbreiten.
Wie zum Beispiel die von David gegen Goliath (in diesem Fall Nokia gegen Apple)
Oder hier von Citrix über die Wolken des Cloud Computing
Oder die gefährlichsten Ecken für Mobiltelefone
Ich bin der Überzeugung, dass Unternehmen mit einer guten Infografik, die ein Thema aufgreift, das Menschen bewegt, mehr Aufmerksamkeit erzeugen können, als mit einer Pressemitteilung. Nicht alle Themen sind dafür geeignet. Doch diese und viele weitere Beispiele zeigen, dass Infografiken sich zu einem Kommunikationsmittel entwickelt haben, die kein PR-ler ignorieren darf.
Und zum Schluss noch eine Klickempfehlung: Nützliche und vor allem unnütze Infografiken über Infografiken