Das Ende der Sprache im Social Web

von Katrin Kuch

Hat Text als Ausdrucksmittel im Internet ausgedient? Die Anzeichen häufen sich. Längst hat die Entwicklung ernstzunehmende Ausmaße angenommen. Zur Erinnerung ein paar Nachrichten der letzten Wochen und Monate:

Hier im Storyblogger haben wir schon im April die Frage gestellt: Unterschätzen PR-ler und Journalisten den Facebook-Instagram-Deal?

Die Faszination an Bildern ist groß. Sie sprechen unmittelbar unsere Empfindungen an, brennen sich manchmal regelrecht in unsere Wahrnehmung ein. Sie haben das Zeug, zu begeistern, einen zum Lachen oder Weinen zu bringen und zu empören. Gleichzeitig sind sie universell und international verständlich. Bilder sind gegenüber Text, Video und Links der Content, der am meisten gefällt und geteilt wird.

Was bedeutet der Boom der Bildkommunikation im Web für Unternehmen und die sie beratenden PR-Leute? Fest steht: Die Kunst der visuellen Inszenierung will gelernt sein. Unternehmen müssen sich überlegen, welche Bildsprache sie sprechen wollen. Das bildliche Vokabular sollte definiert werden: Kernmotive, Farbsymbolik, Darstellungsweisen, wiederkehrende Bildelemente. Ein schönes Beispiel ist das britische Modelabel Burberry, das mit hundertausenden Fans rein bildlich auf Instagram kommuniziert.

Das britische Modelabel Burberry auf Instagram

Burberry postet seit Anfang 2011 Bilder auf Instagram. Hunderttausenden Mode- und Fotoverrückten aus der ganzen Welt gefällt das.

Dass visuelle Kommunikation auch im B2B Bereich funktioniert – und selbst bei Firmen, die gar keine sichtbaren Produkte herstellen – zeigen Unternehmensberatungen und Softwarefirmen. Die Carousel Consultancy beispielsweise, eine Personalvermittlung, präsentiert auf Pinterest Boards wie „Kleidung fürs Vorstellungsgespräch“, „Einzigartige Arbeitsplätze“ (verrückte Büros) und „Career Inspiration“.

Der Hersteller von Marketing-Software Hubspot sammelt auf Pinterest neben Lesestoff (Marketing-E-Books) und Statistiken auch Lustiges rund um die Marke wie z.B. Cartoons und „Fun Orange Things“.

Erstmals haben Kommunikatoren die Chance, das „Image“ einer Marke ganz im wörtlichen Sinn zu prägen. Einfach ist das nicht. Denn Aussagen über Bilder zu vermitteln hat nichts damit gemein, einen Text zu schreiben. Glücklicherweise gibt es seit jeher Fachleute für Bildkommunikation: Fotografen und Grafiker. Für PR-ler heißt es nun: Berührungsängste überwinden, von den Experten lernen und die eigene visuelle Kreativität in Gang setzen.

Mehr dazu in einem Gastbeitrag bei der t3n von Björn Eichstädt und mir.

  • http://www.marketing-blog.biz/ Frank

    Wirklich nachhaltig wirkt im Netz nach wie vor das Wort, wenngleich selbst Kommentar-Tools wie das von Disqus die Wertigkeit beschränken ;-)

  • http://kommunikationsabc.de/2012/09/07/pr-beitraege-362012-herbst-pr-wortlose-social-media/ PR-Beiträge 36/2012: Herbst-PR & wortlose Social Media | kommunikationsABC.de

    [...] Das Ende der Sprache im Social Web [...]

facebook


storymakertube


storytwitter

(BE) Die PR braucht den Mindestlohn für Praktikanten! Ein Kommentar von @Storymaker-Gründerin Heidi Haug: http://t.co/bDXkbN3BCA

(BE) Mindestlohn für PR-Praktikanten problematisch? Hallo? Ein Kommentar von @Storymaker-Gründerin Heidi Haug: http://t.co/bDXkbN3BCA

(BE) Auch Mobile Messenger werden wichtiger für die Unternehmenskommunikation - unser Gastbeitrag in @t3n: http://t.co/TnfnzVwhMU





Der Kalender

September 2012
M D M D F S S
« Aug   Okt »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930