Pinterest: Die Pinwand im Web

von Katrin Kuch

In meiner Jugend besaß ich eine Pinnwand, an die ich Sachen heftete, die ich cool fand: Flyer von Londoner Nachtclubs, Postkarten aus Frankreich, Aufkleber und Kronkorken mit arabischer Schrift darauf. Mein Zimmer sah damit ein bisschen schöner aus und Leute, die zu Besuch kamen, konnten sehen, was mir gefiel und gegebenenfalls zeigen, dass sie einen ähnlichen Geschmack hatten.

Pinterest

Pinterest, das gerade am meisten gehypte und am schnellsten wachsende Social Network bisher überhaupt , ist die Pinnwand im Web. Es dient dem gleichen Zweck: Leute sehen, wofür ich mich interessiere und was ich gut finde. Ebenso wie die Besucher damals bei mir daheim können sie einzelne Fundstücke in Form von Bildern oder Videos kommentieren, gutheißen (like) und zusätzlich sogar an ihre eigene Pinnwand heften. Pinterest ist interessensbasiert und funktioniert größtenteils auf visueller Ebene – die zwei Hauptgründe, warum sich gerade so viele dafür begeistern.

Viele Unternehmen, speziell E-Commerce betreibende sind bereits in den Startlöchern oder schon aktiv dabei.

Was können Unternehmen mit Pinterest erreichen?

  • Die Verbreitung von visuellen Informationen – also Produktbildern und -videos über die Plattform. Produkte/Themen des Unternehmens werden sichtbar, indem Menschen auf der Plattform sie an ihre Pinnwand heften. Die Markenbotschaft spricht aus den Bildern. Verschlagwortung macht die Bilder auffindbar und sotierbar.
  • Pinterest gilt als mächtiger Trafficbringer. Über das Netzwerk kommen Besucher auf das eigene Angebot, mehr als Google+, Youtube und LinkedIn zusammen. Für manche sogar mehr als Facebook.

 

Welche Motive? Welche Inhalte?

Die Frage muss lauten: Ist es denkbar, dass irgendjemand das vorliegende Bild an seinen Schreibtisch, über sein Bett, an seinen Kühlschrank hängen würde? Wie die Londoner Nachtclubs, deren Flyer ich gesammelt habe, sollten Unternehmen Bilder (und Videos) von sich auslegen, die man gerne an seine Pinnwand heftet.

Die Bilder müssen STARK sein. Das heißt nicht unbedingt hochprofessionell. Aber sie müssen berühren, emotional ansprechen, überraschend, witzig oder sehr ästhetisch sein. Wenn man die Boards der Mitglieder durchstöbert wird klar, was gemeint ist: ziemlich schick sieht das meiste aus.

Reine Produktbilder, die das Objekt schlicht oder besonders in Szene gesetzt darstellen, sind die Klassiker und kommen gut an. Darüber hinaus sieht man tolle Beispiele von visuellem Storytelling:

  • Bilder erzählen Geschichten über Produkte im Einsatz oder zweckentfremdet, z.B. Ein Bett, das auf einer Klippe steht.
  • Bilder aus der Vergangenheit der Marke/des Unternehmens
  • Bilder, die Kunden/Fans der Marke gepinnt haben, gesammelt und in neuen Kontext (board) gestellt

Aufgrund der Urheberrechtslage in Deutschland sollten Unternehmen darauf achten, nur Bildmaterial zu verwenden, an dem sie die Rechte besitzen.

 

Pinterest hat sehr gute Chancen, sich dauerhaft zu behaupten, weil es interessensbasiert und visuell ist. Die Bedienung ist einfach und übersichtlich. Die Einbindung in den Browser (nach Anmeldung erscheint ein “Button” unter Lesezeichen) macht das spontane Pinnen während des Browsens möglich. Direkte Verknüpfungen mit Twitter und Facebook zeigen die eigenen Aktivitäten dort an und sorgen für Vernetzung in die bestehenden Communities hinein. Es macht Spaß, seine Interessen mittels Bildern darzustellen oder einfach durch die schönen Bilder der anderen zu stöbern. Der Erfolg der Plattform (wie schon der Instagram-Boom) zeigt: Kommunikation wird visuell.

 

  • http://www.xinxii.de/ Mareike Adam

    Wir nutzen Pinterest für XinXii und pinnen rund um eBooks und Indie Autoren: http://www.pinterest.com/xinxii Buchcover spielen dabei eine Hauptrolle und sind daher (wieder mal) extrem wichtig in Punkto Buchmarketing. Einladungen gibt’s für unsere Fans auf Facebook.

  • http://reichweiten.info/index.php?/archives/42-Reichweite-von-pinterest.com.html Reichweite von pinterest.com – Reichweiten in Reichweite

    [...] wurden zum besseren Verständnis gerundet. Quelle: Statista Lesen Sie auch: storyblogger.de: Die Pinwand im Web Pinterest, das gerade am meisten gehypte und am schnellsten wachsende Social Network bisher [...]

  • http://www.storyblogger.de/2012/09/ende-der-sprache-im-social-web/ Storyblogger » Das Ende der Sprache im Social Web

    [...] Bilder-Pinnwand Pinterest, die zeitweise am schnellsten wachsende Plattform aller Zeiten, wird mit 1,5 Mrd. Dollar [...]

  • Olivera Wahl

    “Pinterest gilt als mächtiger Trafficbringer. Über das Netzwerk kommen mehr Besucher auf das eigene Angebot als Google+, Youtube und LinkedIn zusammen. Für manche sogar mehr als Facebook.”

    Diese Aussage bezieht sich auf Amerika, aber nicht auf Deutschland oder?

    @Mareike: Ich habe Xinxii vor mehreren Jahren genutzt und finde es sehr spannend, dass ihr über Pinterest eure eBooks vermarktet. Viel Erfolg

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Storymaker-Geschäftsführer @beichstaedt interviewt von @klauseck zum Thema Storytelling: http://t.co/NFWH96dZFZ

(BE) Wir freuen uns über unseren Neukunden Spectra: http://t.co/i7Yl1zLOF1

@prjournal (BE) danke für's sharen





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