von Heidrun Haug
Danke, Michael Kahn-Ackermann für diese klaren Worte im Streit um die „Kunst der Aufklärung“ in Peking. Mit den meist negativen Berichten der deutschen Presse im Kopf war ich am Mittwoch nach der Eröffnung vor dem Nationalmuseum und wollte die Ausstellung besuchen. Just stand ich vor vergitterten Eingängen und dachte: Jetzt spinnen sie, die Chinesen.

Nach einigen Gesprächen war klar, dass die rigorose Limitierung der Eintrittskarten mal wieder mehr mit Misswirtschaft und Überbürokratisierung zu tun hatte als mit politischer Drangsalierung. Ich war den Medien auf den Leim gegangen und sah China nur noch ganz rabenschwarz. Das neu eröffnete Museum ist schlicht nicht fertig geworden. Doch in China findet man oft Schlupflöcher und so konnte ich die 400 Exponate aus der Epoche der Aufklärung in aller Ruhe betrachten.
von Marc Voland
Fachzeitschriften als Printprodukte stehen unter Druck. Das kann niemand leugnen, der sich die Zahlen des IVW anschaut oder auch einfach nur die Nase in den Medienrezeptionswind hält. Verkauften die Fachverlage im Jahr 2000 noch über 17 Millionen ihrer Publikationen, so waren es im Jahr 2010 nur noch etwas über 12 Millionen. Reichweite sagt natürlich nicht zwangsläufig etwas über Wertigkeit, auch nicht über Wirksamkeit eines Mediums aus, oder die Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wird. Dennoch ist sie eine Münze, die überall willkommen ist und mit der auch PR-Verantwortliche gerne zahlen.