Vierer-Block

von Heidi Haug

Ausländische, darunter häufig deutsche Unternehmensvertreter kommen in Chinas Medien oft zu Wort. Die Journalisten sind gut vorbereitet und fragen sehr detailliert nach. Stereotyp gibt es vier Standardfragen, auf die der Interviewte immer eine Antwort parat haben muss:

+ Wie viel investiert das Unternehmen in China?
+ Welche Technologien hat das Unternehmen nach China gebracht resp. will es bringen?
+ Was ist der Beitrag zum Umweltschutz?
+ Welchen Beitrag leistet das Unternehmen zur Entwicklung der chinesischen Gesellschaft?


Textwerkstatt #20

Die Sache mit den Satzteilen

von Steffi Wolter

Heute stelle ich mal einen Satz zur Diskussion. Die Satzteile eines deutschsprachigen Satzes sind ja allgemein bekannt: Subjekt - Prädikat - Objekt. Dann unterscheidet man noch Akkusativ- , Dativ- und Genitivobjekte und solche Spitzfindigkeiten. Normalerweise sind die Satzteile durch die entsprechenden Gegenproben leicht herauszufinden: Wer, Wem, Wen oder was. Aber nicht bei folgendem Satz.

Unser Beispielsatz lautet heute:

Dem Kind werden morgen die Haare geschnitten.

Prädikat ist klar. Was ist Subjekt, was ist Objekt? Ich freue mich auf zahlreiche Zuschriften – mit Begründung wäre fantastisch.


What my mother says before telling a story

von Heidi Haug

Kleine, erleuchtete Stein-Bhuddas weisen den Weg, ein junger Chinese in traditionellem Konfuzius-Mantel mit lila Haaren öffnet die 6 Meter breite Tür, wir betreten einen großen Raum, auf den Boden sind Lotusblüten projiziert und auf der Betonwand tanzt eine Kuh. Die überdimensionale Menükarte lädt zu geheimnisvollen Speisen ein: Hinter “Was meine Mutter sagte, bevor sie uns ein Märchen erzählte” verbergen sich panierte Tofuscheiben in hellbrauner Erdnussbuttercreme. Nach einem 10-stündigen PR-Workshop lassen wir es uns gut gehen im hippen Vegetarierrestaurant in einem Hinterhof Pekings.


Besser ein Messer

von Steffi Wolter

Sie gehört mittlerweile zur Vorweihnachtszeit dazu wie Lebkuchen und Blinkesterne: die Suche nach dem Unwort des Jahres. Es gibt schon erste Hochrechnungen, Vorschläge können noch bis Januar 2008 eingereicht werden. Die Vermeldung des Unwortes an sich finde ich ja immer recht interessant – merken kann ich mir die jeweiligen Unwörter, die bereits seit 1991 ermittelt werden, nie. Wie sehr rücken diese Wörter eigentlich ins Bewusstsein? Trägt die Brandmarkung “Unwort des Jahres” dazu bei, diese Wörter nicht mehr zu benutzen? Oder geht es nur darum, den sorgfältigen Umgang mit Sprache ins Bewusstsein zu rücken?


Wir lieben Lebensmittel!

von Stephan König

Selbst wenn mich eher eine knabenhafte Figur auszeichnet, koche und esse ich doch für mein Leben gern. Da trifft es sich gut, dass gleich bei mir um die Ecke ein Supermarkt zu hause ist, der Lebensmittel liebt.

Als ich gestern den Einkaufsmarkt betrat, wunderte ich mich. Mein Blick fiel auf diese “Kürbisse”. Jedem der diese Früchte einer erbärmlich Ernte sieht, wird sofort klar: Mit diesen Gemüsen ist kein Staat zu machen!

Entsprechend meiner Einschätzung müssen diese “Kürbisse” aus einer Feinschmeckerregion stammen, die vor Kurzem einen Supergau oder eine syphilitische Plage erlebt hat. Unsere verhinderten Halloween-Ikonen bekunden das auf’s kläglichste.


Textwerkstatt #19

von Steffi Wolter

Die Sache mit dem scharfen S

Die Rechtschreibreform hat das “ß” abgeschafft? Stimmt nicht!!! Das sogenannte “scharfe” S oder “Dreierles-S”, wie wir lustigen Schwaben sagen, begegnet dem Leser vielleicht nicht mehr so oft, hat aber seine Daseinsberechtigung. Ganz darauf verzichten können wir nämlich nicht, wie das folgende Beispiel belegt:

Er trinkt Wein in Maßen
Er trinkt Wein in Massen

Da ist schon ein inhaltlicher Unterschied. Buchstäblich!

Die einfachste Regel lautet: nach lang gesprochenem Vokal und Diphtong bleibt das S scharf. So zum Beispiel die Straße, die Füße, die Mäßigung, er heißt, groß. Ersetzt wird das ß durch ss bei kurzem Vokal: dass, Fluss, Kuss.


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